Tag-Archiv für 'thor-steinar'

NPD-Infostand verhindern!

Nazialarm!
Am 10. November will die NPD-Landtagsfraktion MV zwei Infostände in Greifswald durchführen. Zwischen 12 und 17 Uhr haben sie sowohl am Fischmarkt, als auch am Schönwaldecenter Veranstaltungen angemeldet.
Die Infostände stehen als Wahlkampfaktivitäten im Zusammenhang mit der Landtagswahl 2011, bei der die NPD sich anschickt erneut in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern einzuziehen. Wiedereinmal versucht die NPD ihre menschenverachtende Ideologie unter die Bevölkerung zu bringen und mit sozialen Themen zu punkten.
Das die neonazistische Partei mit ihren Infostände ausgerechnet nach Greifswald kommt, ist der Tatsache geschuldet, dass in der Hansestadt im Gegensatz zum Umland wenig Propagandaaktivitäten der NPD zu beobachten sind. Darüber hinaus sind rechte Strukturen in der Universitätsstadt im Gegensatz zum Landkreis Ostvorpommern verhältnismäßig schwach ausgeprägt. Möglicherweise versuchen die Neonazis die Hansestadt Greifswald für den kommenden Wahlkampf zu schleifen.

nazis

know your enemy
Vermutlich werden die Protagonisten der NPD, die den Stand betreuen, wiedereinmal aus Ostvorpommern kommen. Dies sollte jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass auch Greifswalder Neonazis an den Veranstaltungen teilnehmen werden. Gerade die in letzter Zeit sehr aktiven Neonazis der Gruppe „Nationale Sozialisten Greifswald“, die für zahlreiche rechte Schmierereien verantwortlich sind werden die Stände frequentieren. Für die gut vernetzten Greifswalder „Kamerad/innen“ werden die Veranstaltungen einmal mehr eine Möglichkeit bieten sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren, wie sie es bereits auf diversen Neonaziaufmärschen in MV und Brandenburg getan haben.
So nahmen bereits im Frühjahr bekannte Mitglieder der Gruppe an Infoständen in HGW teil.
Hierbei zeigten sich die guten Kontakte zu regionalen Kadern über die sie verfügen. Auch haben sich die Neonazis der „NSG“ der sogenannten „Anti-Antifa“-Arbeit verschrieben und versuchen durch abfotografieren und ausspionieren an Daten ihrer politischen Gegner_innen zu gelangen. Vorsicht ist also geboten!

fight the fascist scum – unity means power
Wir rufen alle antifaschistisch gesinnten Menschen dazu auf mit uns die Veranstaltungen der NPD zu stören und wenn möglich zu verunmöglichen. Neonazistische Propaganda muss verhindert und den Neonazis ihre Bühne genommen werden. Das schaffen wir nur gemeinsam! Bereits im Frühjahr konnte den Neonazis entschiedener Protest entgegen gebracht werden! Die Ideen des „nationalen Sozialismus“ und der „Volksgemeinschaft“ sind keine Lösungen für soziale Probleme, sondern führen zu Diskriminierung und Verfolgung von, den Neonazis missliebigen Menschen.
Dagegen setzen wir die Idee von einer emanzipierten, und progressiven Gesellschaft, in der Ausgrenzungsmechanismen keine Rolle mehr spielen und Menschen unabhängig ihrer Herkunft, Religion oder Sexualität gemeinsam, friedlich zusammenleben.

Für eine Gesellschaft, in der Neonazis keinen Platz haben!

NPD-Infostände stören!

Quelle: Antifa Greifswald
Bild und nähere Infos: Fleischervorstadtblog

Samstag/ HWI: Keine Nazis aufs Campus Open-Air!

Am 25. September 2010 findet das Campus Openair in Wismar statt – ein Grund zur Freude.
Sogar ein kleines Jubiläum steht an, denn das COA wird 10 Jahre alt und weist wie in der Vergangenheit eine interessante Vielfalt von KünstelrInnen auf, welche ein buntes sowie zahlreich erscheinendes Publikum verspricht.

Alles super – warum jetzt diese Kampagne?

In den zurückliegenden Jahren kam es vermehrt zu Pöbeleien und tätlichen Angriffen gegenüber nicht-rechten Jugendlichen auf dem Weg zum, als auch auf dem Campus Openair.
Ausgeübt wurden diese von verschiedenen Gruppierungen des neonazistischen Spektrums aus Wismar und der näheren Umgebung. Weder persönliche Diskrepanzen, noch vorausgegangene Provokationen sind hierfür die Auslöser. Auftreten und Aussehen lässt zu keiner Zeit Zweifel an einer neonazistischen Gesinnung der TäterInnen zu.
Darüber hinaus nutzen Neonazis zunehmend diverse Großveranstaltungen, wie das Campus Openair, um öffentlich Präsenz zu zeigen und ihnen unliebsame Gäste einzuschüchtern. Übermäßiger Alkoholkonsum und eine daraufauffolgende Gruppendynamik münden dann in die eingangs beschriebenen Übergriffe.

…und jetzt? Was bewegen?!

Die Voraussetzung damit sich jede und jeder auf dem COA wohlfühlt, ist ein angenehmes und entspanntes Klima. Neonazigruppen und rechte Symbolik auf dem Campusgelände führen diese Bemühungen ad absurdum. Hinzukommend bietet die Veranstaltung großen Raum, um die Akzeptanz gegenüber rechtem Dresscode, wie Thor Steinar und Erik & Sons, schleichend zu steigern.
Insbesondere vor dem Hintergrund einer erstarkenden neonazistischen Problematik in unserer Region, ist ein sensibler Umgang aller Beteiligten unabdingbar.

Butter bei de Fisch‘:
Keine Naziklamotten und rechte Szenecodes auf dem Gelände!
Kein Zutritt für Nazis beim Campus Openair in Wismar!
NO ENTRY!

Happytime

Molmke, ein Ort, der ohne Navigationsgerät nicht gefunden werden kann, wo Punkbands noch in Scheunen spielen und wo einem, wenn man alleine unterwegs ist, noch von 3 Autonomen Dorf-Nationalisten aufgelauert wird (kein Witz), die man vorher aufgrund von Thor Steinar Jacken des Konzertes verwiesen hat.
Abgesehen davon, ist es immer eine Reise wert, wenn mal wieder Scheunenfete angesagt ist. Mittags noch bei Hansa gewesen und den ersten Sieg in Liga 3 gefeiert, machten wir uns auf nach Molmke. Dort angekommen wurde mit der örtlichen Metalcore-Band und der Band Kasa aus Hannover noch schnell die Running-Order mithilfe von Streichhölzern ausgelost und los gings. Wir waren als zweites dran, das war gut für uns, vorher noch ein wenig entspannen und hinterher noch ein wenig das Freigetränkekontingent ausnutzen.
Die erste Band hat so richtig keinen vom Hocker gerissen, jedoch fielen dort schon die eingangs erwähnten Herren ins Auge, die mit fragwürdigen Buttons und Klamotten auf sich aufmerksam machten. Auch auf Nachfrage konnte niemand bestätigen, wer die sind und was die hier wollen und bis heute weiß ich nicht, ob sie einfach ein wenig „Spaß“ wollten, „verdeckt“ ermittelt haben (dann lasse ich aber meine TS-Sachen im Schrank) oder einfach nur dumm waren. Wir klar gemacht, dass wir vor solchen Leuten nicht spielen, sie waren verschwunden und es konnte losgehen. Es hat ein wenig gedauert bis die Menschen vor der Bühne warm wurden, aber dann legten sie den weltberühmten „Molmker Blutpogo“ aufs Parkett und von da an war alles zu spät: umherfliegende Soundanlagen, ladenneue Gitarren die danach reparaturwürdig waren und und und… Es blieb kein Auge trocken.
Danach noch Kasa abgefeiert (während deren Show die Fäuste wie wild flogen, das war also mit dem „Diesdorfer Bretterknaller gemeint. HAHA!) und um halb 6 waren wir dann auch wieder in heimischen Gefilden.