Erwähnung im Verfassungsschutzbericht des Landes Brandenburg 2012

Im kürzlich veröffentlichten Verfassungsschutzbericht des Landes Brandenburg, heißt es unter der Rubrik „Hass-Musik im Extremismus – 2.2 Musik mit linksextremistischen Bezügen“:

„Auf Bewährung“ (Mecklenburg-Vorpommern) trat 2012 viermal in Brandenburg auf. Im April in Luckenwalde (TF), im Mai in Neuruppin
(OPR), im Oktober in Cottbus und im Dezember in Potsdam. Auch diese Punkrockband hat auf ihrem Tonträger „Sturmwarnung“ (2009) den ungezählten „All cops are bastards“-Songs ihre Variante unter dem Titel „1312 (Hass wie noch nie)“ hinzugefügt:
„Wasserwerfer, Tränengas tagtäglich hier in diesem Land / Mein Freund und Helfer wird zum Feind, das hab ich längst erkannt. / Es geht um meine Sicherheit, die tun nur ihre Pflicht. / Doch ich bin mir sicher, sicher bin ich nicht. / (Refrain) Hass, Hass, Hass wie noch nie. / All cops are bastards, ACAB / Hass, Hass, Hass wie noch nie. / All cops are bastards, ACAB / ACAB, ACAB.“

So sehr es uns auch „ehrt“ als kleine Punkband eine solche Aufmerksamkeit zu bekommen, umso mehr kotzt uns die Erwähnung in diesem Bericht auch an. Nachdem die Band FEINE SAHNE FISCHFILET in den Jahren 2011 und 2012 bereits im Verfassungsschutzbericht Mecklenburg-Vorpommern abgefertigt wurde (sollte ja niemandem entgangen sein, ansonsten google befragen oder sich dieses Statement zu Gemüte führen), geht die Demontierung dieser Behörde auch in anderen Bundesländern weiter. Der VS Brandenburg scheint sich sehr auf Punk-Bands spezialisiert zu haben, denn als wäre es nicht schon absurd genug eine Band wie uns in ihren Bericht aufzunehmen, die bis auf ein paar Konzerte gar nicht aktiv in ihrem Bundesland in Erscheinung tritt, müssen auch noch andere Bands wie PESTPOCKEN, GLEICHLAUFSCHWANKUNG und KLARTEXT herhalten, die z.T. ebenfalls keinen bis wenig Bezug zu Brandenburg besitzen.
Während uns eine Viertelseite gewidmet wird, werden aktive Neo-Nazi-Bands, die Eindeutig den Holocaust leugnen, lediglich am Rand erwähnt.

Bereits vor einiger Zeit haben wir bezüglich „1312 (Hass wie noch nie)“ für das Friedensfestival Ostfriesland folgendes Statement geschrieben:

Zum Lied „1.3.1.2.“ ist zu sagen, dass es etwa im Jahre 2008 entstand und auf unserem mittlerweile vergriffenen ersten Album veröffentlicht wurde. Trotz der Phrase „Don‘t fight for your country, fight for your class!“, fand das Lied durch die Stelle „als Fußballfan im Stadion, da bist du eh verhasst – zur Strafe geht’s für dich schon vor dem Spiel in‘n Knast“ regen Anklang in der politisch eher rechten Fußballszene unserer Region. Darum haben wir uns vor einiger Zeit vehement dagegen gewehrt, diesen Song von solchen Leuten instrumentalisieren zu lassen. Es ist keineswegs der Soundtrack zum „Krawalltourismus“, ganz im Gegenteil. Es ist ein Lied GEGEN die Gewalt, die uns als politische Menschen, Punkrocker und auch Stadiongänger durch die „StaatsGEWALT“ entgegengebracht wurde und wird. Durch Willkür und Unrechtmäßigkeit dreht der Staat, in Gestalt der Polizei, an einer unkontrollierbaren Gewaltspirale, die es aufzuhalten gilt. Kleinere Aktionen, wie ziviler Ungehorsam oder die angesprochenen Sitzblockaden auf Neonazi-Aufmärschen, führen dabei schon zum Erfolg. In jüngster Vergangenheit, haben wir dieses Lied häufig dem deutschen Verfassungsschutz und den Patzern bei den NSU-Ermittlungen gewidmet. Es kann in unseren Augen einfach nicht angehen, dass diese Behörde in unserem Bundesland beispielsweise der oben zitierten Band FEINE SAHNE FISCHFILET in ihrem Bericht mehr Platz einräumt, als dem NSU, der nachweislich mind. einen Mord in diesem Bundesland begangen hat (vgl.: http://www.publikative.org/2012/10/13/komplett-im-visier-des-verfassungsschutzes/). Diese und andere Aktionen schüren eine Gewisse Art von „Hass“ in uns, die wir versuchen, durch dieses Lied zu kanalisieren, Leute aufzurütteln und evtl. zum Nachdenken zu bewegen.
Obendrein gilt zu erwähnen, dass wir das Lied im Jahre 2012 mit verändertem Text neuaufgenommen haben, um ein Statement zu rechtsoffenen Bands und der sogenannten Grauzonen-Debatte innerhalb der Punk-Szene abzugeben.

Als wäre diese Aussage unsererseits eine Art Vorahnung, setzt unsere Erwähnung im Verfassungsschutzbericht Brandenburg dem Ganzen noch die Krone auf. Wir wollen gar nicht erst davon reden, wie schlecht der Verfassungsschutz des Landes Brandenburg arbeitet, denn von den von ihnen erwähnten 4 Konzerten, haben wir lediglich 3 gespielt, das Konzert in Neuruppin hat 2012 für uns gar nicht stattgefunden (was mit ein paar Klicks auf dieser Seite auch nachzuvollziehen gewesen wäre). Der Verfassungsschutz kann also nicht einmal richtig aus dem Internet abschreiben.

Wir werden uns nun mit unserem Anwalt beraten und uns weitere Handlungswege offenhalten. Zur „Feier“ des Tages könnt ihr HIER das Album mit dem betreffenden Song KOSTENLOS herunterladen.

Um es mit den Worten von Feine Sahne Fischfilet zu sagen:
„Eine Behörde, die Nazistrukturen aufbaut, Rassisten hofiert, nach dem Öffentlichwerden des NSU ihre Aktenvernichter glühen ließ und Antifaschistische Projekte weiterhin kriminalisiert, gehört abgeschafft. Dies ist und bleibt so!“

On Tour 7 – Erfurt & Neuruppin

Ach was wurden Anfangs die Pferde scheu gemacht, weil wir auf eine Hardcore-Show gebucht wurden. „Fettes Line-Up, aber AUF BEWÄHRUNG???“ – wir haben uns wie verrückt gefreut, endlich mal in erfurt vorbeischauen zu dürfen und es hat uns gar nichts ausgemacht, als Opener „verheizt“ zu werden. Ganz im Gegenteil, es war die beste Entscheidung, die getroffen werden konnte. Schön auflockernden Punkrock, bevor es dann ordentlich auf die Mütze gab, im wahrsten Sinne des Wortes. Wir haben Szenen-Applaus für unsere politischen Ansagen bekommen und manch einer fühlte sich zurückversetzt in seine alten „Punkertage“ und fing vor Freude an Twostep zu unseren Songs zu tanzen. TWOSTEP! UNGLAUBLICH!
Unglaublich auch, mit welcher Offenheit uns die anderen Bands begegnet sind. Haben wir SO nicht erwartet vielen Dank!

Am nächsten Morgen waren dann noch ein paar „last punx standing“, die mit uns aufm AJZ-Hof gechillt haben und so kam es, dass schon zur Mittagsstunde einige Mägen entleert werden mussten. Dat is Suff, dat raff ich nie!
Am örtlichen Supermarkt noch schnell mit Pfeffi eingedeckt und auf nach Neuruppin. An die Fahrt können sich dann gewisse Personen nur noch dunkel erinnern…

Angekommen im wunderbaren Mittendrin erstmal die üblichen Begrüßungsszenen mit den üblichen Verdächtigen. Immer wieder schön. Auch schön, zu hören, dass Stagetime „so gegen 1 oder 2 Uhr“ sein wird und man somit noch gut 5-6 Stunden hat, bis es losgeht. Nunja… Auch das ist irgendwie Punkrock – Warten, warten, warten. Sehr sympathisch sind die Jungs von HASENSCHEISSE, deren Weg sich mit unserem nun schon zum zweiten Mal kreuzte. (Unbedingt mal auschecken – nicht mein Ding, aber doch unterhaltsam.)
Erstaunlich, wie jung die gesamte „Crew“ in Neuruppin ist. Hat man selten und es ist doch erfreulich, zu sehen, dass es noch „Nachwuchs“ gibt, denn sonst sind wir meistens die „Küken“.

Unserer Show hat man dann doch angemerkt, dass uns die Woche und vorallem der Vorabend noch tief in den Knochen gesteckt haben. Auch die Uhrzeit war für uns „Oldies“ ziemlich unchristlich, aber Neuruppin hat Party gemacht, als gäbe es kein Morgen mehr.

Wir sehen uns kommende Woche im Wohnzimmer in Ostfriesland.

Bis dahin…

A.

Puh. Zum glück haben wir lieber Chilli gegessen!

Schmedder: „Wann is dat Bild denn entstanden?“

On Tour 6 – Dresden & Oschatz

Geil. Endlich mit dem eigenen Van unterwegs. Endlich Frühling. Die Autobahn sieht mit Sonne und Sonnenuntergang direkt weniger kacke aus. Zur Feier des neuen Vehikels hab ich ’ne CD gebrannt, die so GUT ist, dass schon nach dem ersten durchhören Proteste kamen. Maddin und mir hat sie gefallen und euch anderen sei gesagt: Ihr werdet Carly Rae Jepsen, Of Monsters And Men und Ke$ha nicht das letzte Mal gehört haben!
Angekommen an der Chemiefabrik bereits beim Ausladen die ersten vertrauten Gesichter, DAFÜR lieben wir Dresden so, auch wenn dann nach 24 Stunden wieder gut ist und wir froh sund wegzukommen. Haha!
Das komische an Dresden ist, dass wir schon vor der Show Autogramme geben sollten, für Fotos posieren mussten, als Patenonkel für die ortsansässigen Babys dienen sollten und Pose für ein Denkmal stehen mussten (was davon jetzt stimmt, liegt auf der Hand – Frauenkirche weg, wir hin!). Das Konzert in der vollgepackten Chemiefabrik war riesengeil, meine neue Gitarre leistet gute Dienste und das Essen war so gut, dass ich kurzerhand die Aftershowparty in den „Biergarten“ verlegt hab und das Catering geplündert habe.

Nach einer entspannten Nacht in der Chemie-Fabrik-eigenen Bandwohnung waren wir noch fix mit den Boys von DEEP SHINING HIGH zum Plattenshoppen und Mittagessen in der Neustadt verabredet. Schön da, aber wohnen muss ich da nicht!
Weil unser nächster Stopp Oschatz war, was nur ’ne Stunde entfernt von Dresden liegt, hatten wir massig Zeit und haben noch einen Abstecher in den Skatepark von Dresden gemacht (Bandmitglieder überspringen Bandmitglieder und so) und ein kleiner Bummel am Elbufer war auch noch drin. Elbflorenz, den Namen hast du nicht umsonst, Dresden. Schön da, aber wohnen muss ich da immernoch nicht!

Angekommen in Oschatz, wo ich den Ort höchstens von Flyern des „legendären“ Strukturwandel-Festivals mit Kassierern, Eisenpimmel und Lokalmatadore kannte, trauten wir unseren Augen kaum. Unglaublich große Location mit unglaublich großer Bühne dieses E-Werk. Da hab ich mich direkt verloren gefühlt… Da sollen wir nachher spielen und das soll nachher alles voll mit Menschen sein. Uiuiui…
Das „Drumherum“ war so gut, wie das Drumherum nur sein kann. Unglaublich nette und engagierte Leute, Schlafen im Hotelzimmer, Frühstück, Dusche – so könnte es immer sein.
Als wir als zweite Band auf der Bühne standen, waren dann schon mehr Leute da, als am Tag davor in der Chemiefabrik (was schon was heißen soll – ich schätze 300) und trotzdem war der Saal nur halbvoll. Für sowas sind wir irgendwie nicht gemacht, wiederum fällt es einem dann auch leichter seine „Show“ abzuziehen, ähnlich wie, als wenn nur 4 Leute vor einem stehen. Im Laufe des Sets wurden es auch immer mehr und immer mehr Menschen kamen dichter und wippten zumindest mit dem Fuß – scheinbar alles richtig gemacht.
Dass wir danach noch DRITTE WAHL von Bühnenrand aus (ich übrigens in bester Begleitung) gucken konnten, hat dem ganzen Wochenende noch die Krone aufgesetzt und so ging es am nächsten Morgen zufrieden, vorbei an Weinbergen, wieder nach Hause. Pathos Pathos Pathos.

A.

„Ey wer hat den Busschlüssel?“ – „Ich denk du?!“ Die beliebsteste Konversation in letzter Zeit

Einer vooler als der andere

Wir hassen diese kleinen Bühnen ey!

endlich an der Zeit, den Hebel umzulegen

On Tour 5 – Witzenhausen

Vorab: Ich hab den 3 Leuten einen Gefallen getan, die meinten, man könne weiß auf schwarz so schlecht lesen und hab die Seite erstmal ganz langweilig auf weiß gestellt. Mal sehen, wann ich Zeit und Muße habe, das zu ändern.

Zeit und Muße fürs „Tourtagebuch“ habe ich jetzt aber. Wir waren in Witzenhausen in Nordhessen, bei Kassel. Unser alter Freund Dicken studiert da irgendwas mit Landwirtschaft und die haben einen Studentenclub und der hat Steckdosen und viel mehr brauchen wir ja auch nicht.
Unterwegs wie immer in letzter Zeit „Schnee, Schnee, Schnee“– Wir hören erst mit der Scheiße auf, wenn die Scheiße aufhört!
Wir sind mit zwei Autos angereist, die professionellen Musiker in dem einen, der Anhang im zweiten – unser Auto war eine geschlagene Stunde vor dem zweiten Auto im beschaulichen Witzenhausen (man munkelt, unserem lieben Henner „ging es nicht so gut“ – soso). Wir wurden wunderbar herzlich in der WG empfangen, die für die nächsten 2 Tage unser Zuhause war und mehr einer Kommune glich, als alles andere. Schön!
Lecker gegessen, ab in den Club – aufbauen. Es stellt sich direkt heraus, dass die dortige Anlage nicht grade „punkrocktauglich“ ist (Hinterher hieß es vom Tonmann: „Sagt eurem Sänger mal, er soll lauter singen, sonst hört man ihn nicht!“ – Achso, dass das DEINE Aufgabe ist, mich hörbar zu machen, ist dir wohl entgangen. Aber Mama wird stolz sein, dass ich nicht mehr so brülle.). Wir haben aber das beste aus der Situation gemacht und den Soundcheck hinter uns gebracht. Dann das allwöchentliche Spiel: Zeit vertreiben und hoffen, dass Leute kommen. (Mittlerweile werd ich immer besser im „Headsoccer“ – also wenn ihr zu einem unserer Konzerte kommt, ein Smartphone mit Bluetooth und Bock auf eine kleine Challenge habt – Bring it on!).
Wir waren an diesem Abend, aufgrund Absagen diverser Bands, mal wieder der einzige Act des Tages, in einem Landstrich in dem wir noch nie waren. Doch als wir anfingen zu spielen, war der Saal gut gefüllt und ab dem 2. Song war das Publikum auf unserer Seite. So muss das sein! Spektakuläres Konzert mit dem längsten Zugabenblock seit einiger Zeit und man munkelt von Bandmitgliedern, die während der Show von anderen Bandmitgliedern gebissen wurden. Dem Publikum hat es gefallen, uns auch – was willste mehr?

Am darauffolgenden Tag dann Eis essen im Schneetreiben, Bergsteigen, Akustiksession und schon nachmittags im „Jan-Döner“ (Seid ihr mal in Witzenhausen, geht da NICHT hin!) hart machen. Nochmal: Was willste mehr?

Jetzt erstmal 13 Tägelchen Pause! Juchu! (Wir wissen gar nicht, was wir am freien Wochenende machen sollen…)

Fette Promo ey!

Wir wollen euch nicht auf unserer Show – ihr habt hier Tanzverbot!

On Tour 4 – Bielefeld, Hamburg, Mülheim, Rostock, Hameln

Oh nein, ich hab bei all‘ dem Trubel voll das „Tourtagebuch“ vernachlässigt. Also schnell aufholen:

Am 23.2. haben wir in Bielefeld aufm „Assl-Punk-Geburtstag“ gespielt. So war es da auch: Schon als wir ankamen, wussten wir nicht, ob die Leute im Backstage zu irgendwelchen Bands gehören oder einfach nur so das Bandbier saufen. Das gleiche galt für das verprochene, jedoch nicht vorhandene Catering und die Running-Order: Das Konzert musste 1.30Uhr vorbei sein, wir waren 00.30Uhr auf der Bühne und nach uns dann noch eine Band. Unfassbar – DAS ist Punkrock. Hat aber dann alles doch erstaunlich gut geklappt und die Leute haben sich echt Mühe gegeben, trotz aller Widrigkeiten das Konzert durchzuziehen. Also Hut ab!

Weiter ging es am 09. März im legendären Skorbut in Hamburg. Darauf hatten wir uns seit Wochen gefreut und sind extra früh aufgestanden, um noch durch Hamburg zu dallern und bisschen „Kiez-Kultur“ mitzunehmen. Das konnte uns selbst der anhaltende Schneefall nicht verderben – Millerntorstadion, Musikladen, Rotlichtviertel – check!
Im Skorbut dann die sympathischsten Leute aus ganz Hamburg anwesend, super Essen, super Sound, super Gastfreundschaft. Wir waren das erste Mal musikalisch in Hamburg unterwegs und hatten schon Angst, ob überhaupt jemand kommt (im Gängviertel haben diese elendigen Ugly-Punx GLOOMSTER obendrein noch eine Gegenveranstaltung gespielt), aber auf unsere Hamburger FreundInnen ist Verlass und so wurde es ein Spitzenkonzertabend. Dieser konnte nichtmal durch eine Doppelbuchung in unserem Hostel und stundenlange Suche im verschneiten HH nach einer Ausweichmöglichkeit getrübt werden. Danke nochmal an Alex und die gesamte Crew für Alles. Wir kommen wieder, keine Frage!

Nächster Stopp war das AZ Mülheim. ebenfalls so ein Punkt auf der Liste „Da müssen wir mal gespielt haben!“ – auf dem Hinweg wieder im Musikladen versackt (Was ist nur los mit uns? Interessieren wir uns plötzlich für Musik?) und im AZ angekommen, wurden wir von etlichen bekannten Gesichtern begrüßt – das Konzert wurde nämlich von der wunderbaren „LOVE MUSIC -HATE RAC“-Crew veranstaltet, die nun auch ein „Chapter“ in NRW haben. Das konnte nur gut werden. Das AZ ist auf jeden Fall eine wunderbare Location, mit Skatehalle und allem Pipapo. Wieder gleiches Spiel wie in Hamburg, wir haben uns wieder eingeschissen, ob überhaupt jemand vor der Bühne steht – immerhin waren wir als letzte Band von gefühlten 1000 erst um 1 an der Reihe und es war tatsächlich noch ein guter Schwung Leute am Start, die auch zu später Stunde noch gut im Stoff standen.
Nach dem Konzert sind wir dann noch gepflegt im Panic Room Essen abgestürzt, wo an dem Abend unsere Freunde von KOTZREIZ zusammen mit den RADIO DEAD ONES gespielt haben und dann ab nach Hause!

Nächster Halt Rooooostock: Letzter Meck-Pomm-Termin für eine lange Zeit, so haben wir es zumindest geplant (wir müssen den Leuten ja langsam zum Hals raushängen!). Die RIOT IN MY HEART Crew hatte zum Warm-Up für ihr wunderbares Festival geladen. Mit uns zusammen waren FED UP! und WAVING THE GUNS am Start. 110 Leute hatten den Weg ins Peter-Weiss-Haus gefunden, wir sollten eigentlich als letztes spielen, doch die Eltern der Boys von WTG waren noch nicht am Start und die wollten unbedingt sehen, was ihre Sprösslinge so machen – da lassen wir uns ja nicht lumpen und tauschen kurzerhand die Plätze mit der neuen Zeckenrap-Hoffnung aus MV. Schönes Konzert, wenn auch etwas verhalten, da am nächsten Tag Demo in Güstrow war und die Leute vor der Bühne zurecht einen Gang zurückgeschaltet haben. Trotzdem war es toll nach fast 2 Jahren mal wieder in Rostock zu sein, vorallem in einer so wunderbaren Location wie dem PWH mit echt spitzen VeranstalterInnen. Geht auf jeden Fall zum „richtigen“ festival im Mai! (Infos im Link oben)

Letzte Station in diesem Bericht war dann Hameln. Der Freiraum „Walke“ existiert da seit ein paar Jahren und die Leute engagieren sich da echt unfassbar doll. Wir haben quasi eine eigene Wohnung mit Bad und Badewanne gestellt bekommen, lecker Essen und eine Betreuung von A-Z. Danke dafür!
Es wurde extra für uns Pfeffi nach Hameln rangekarrt und uns wurde eröffnet, dass unser Song „Pfeffi muss mit“ auf KEINEM Festival fehlen darf. Soso… Das grüne Getränk floß dann auch in Strömen und die anwesende Meute hatte sichtlich ihren Spaß. Wir haben musikalisch eins der besten Bretter der letzten Wochen abgeliefert und wären Schmedder nicht dauernd seine sticks gebrochen (just music – NA WARTE!) würde ich fast von „perfekt“ sprechen. Haha!
Wie wir den Abend dann ausklingen lassen haben, seht ihr in folgendem Video. Wir lesen uns in den kommenden Wochen hoffentlich wieder öfter.

Vielen Dank, euer Frank aka. Archi A.
(Sorry, hab eine neue Tastatur, die nervt!)

Besagte Bielefelder Running-Order

Bisschen vorm Skorbut rumposen

Bisschen IM Skorbut rumposen

Saustarke Flyer im AZ Mülheim

Wunderbare Kullisse im gut gefühlten Peter-Weiss-Haus

…und hoffentlich noch 1000 mehr! Geiler Laden!

Unser neues Video

Lange haben wir dran gewerkelt, viel Kraft und Zeit hineingesteckt und nun ist es da – das Video zu „Klau dir dein Leben zurück!“. Wir danken Marten für die filmische Umsetzung und Henner für das großartige schauspielerische Engagement.

Viel Spaß damit!

On Tour 3 – Berlin & Wismar

Unser Konzertwochenende ging dieses Mal bereits am Donnerstag in Berlin los. Wir haben in der „Fiesen Remise“ zusammen mit SPACE CHASER und WELTRAUM POWER (der anderen Band vom KOTZREIZ-Fabi, unbedingt auschecken!) gespielt.
Im Vorfeld gab es einiges an Kritik, da das Konzert zugleich die Abschiedsparty von TEAM WOLF gewesen ist, die sich grade, mit Unterstützung von Adidas, auf Mofas auf den Weg nach Transsilvanien machen. An der Aktion gibt es evtl. berechtigte Kritik, Großkonzern vs. alternativer Anspruch, blablabla… Dazu ist zu sagen, dass es beim Konzert keinen Eintrittspreis gab, sondern jede Besucherin und jeder Besucher sollte mind. ein Kleidungsstück mitbringen, welches die Wölfe dann in Rumänien der Kinderhilfe zukommen lassen. Das finden wir gut. Punkt! Ausserdem tragen wir selbst seit Jahren Adidas-Schuhe und würden uns sicher auch über ein Endorsement freuen ;)

Nun aber zum Konzert: 250 Menschen, Floorshow, absolute Durchdrehaction von der ersten Band an. Wir haben dann auf der „Bühne“ nix gehört, nur die Leute, die uns angebrüllt haben. Echt komplett gestört. Geile Sache!
Die Aftershow spottete dann auch jeglichen Erwartungen, es wurde getanzt, als gäbe es kein Morgen mehr. Schmedder musste am nächsten Tag arbeiten (er kam dann auch nur mit einer knappen Stunde Verspätung und ohne Schlaf dort an, was eine Belehrung zu „Alkohol am Arbeitsplatz“ zur Folge hatte. Stark!), also mussten wir mitten in der Nacht abhauen – verdammt schade. Gewisse Band- und „Crew“-Mitglieder mussten erstmal überzeugt werden, sich nicht komplett abzuschießen und auf gut Glück in Berlin zu bleiben. Haha!

Am nächsten Tag stand nochmal intensives Proben für unsere „Homecoming“-Show in Wismar an, dafür hatten wir uns schließlich alle den Tag freigehalten. 20 Uhr haben wir es dann auch endlich geschafft, den ersten Ton erklingen zu lassen – ihr seht, AUF BEWÄHRUNG sind wahre Arbeitstiere. Nach 6 Stunden stand dann eine betrachtliche neue Setlist und wir konnten uns auf den kommenden Tag freuen.

Samstag stand also das „Heimspiel“ im Tiko Wismar an und wir waren wohl lange nicht so aufgeregt. Durch Gespräche im Voraus hatte sich angedeutet, dass es sehr schnell, sehr voll werden könnte, aber dass es dann, knapp eine Stunde nach Einlassbeginn, hieß „AUSVERKAUFT“, hätten wir in unseren kühnsten Träumen nicht erwartet. (Dickes Sorry an alle, die wieder nach Hause fahren mussten, wir hätten euch am Liebsten ALLE reingelassen und arbeiten jetzt schon daran, noch eine Alternative in der Region für den kommenden Monat aufzustellen!)
Das bedeutet, dass es schon bei der ersten Band TOPFIDEL gerappelt voll war. So viele alte Gesichter und auch neue unbekannte Gesichter waren vor Ort, wir kamen aus dem Strahlen nicht mehr heraus. HALTESTELLE 27 und VODKA REVOLTE haben dann auf jeden Fall schon gut eingeheizt und als wir dann die Bretter enterten war die Aufregung zumindest bei mir auf einem Höhepunkt, wie seit Jahren nicht mehr, obwohl ich die Menschen in den ersten Reihen in den letzten Monaten öfter gesehen hab, als meine eigene Familie. Haha! (Küsschen!)
Vom ersten Ton an kochte das Tiko wie ein Hexenkessel und wir hätten gar keine Mikros gebraucht, das hat der „Mob“ ganz gut selbst erledigt.
Irgendwie unfassbar, vor ein paar Jahren wurden wir noch belächelt und nun standen wir da und waren die glücklichsten Menschen der Welt, was wir dann auch auf der Aftershowparty bis in die frühen Morgenstunden zelebriert haben.

Auf jeden Fall Danke an euch alle für alles – ohne euch wär das, was wir machen, nicht möglich!

Manche Dinge ändern sich nie!

Lasst euch das eine Lehre sein: Erst gurten, dann spurten!

Biene Maja meets Silversurfer

Wenn KOTZREIZ dieses Juwel nie spielen, müssen wir wohl ran

Mehr ist nicht geblieben, nach unserem Konzert in Wismar

Neues Shirt / Offizieller Webshop

Vielleicht haben es einige von euch schon auf FACEBOOK gesehen, wir haben neue Shirts. Und zwar schicke „Pfeffi muss mit“-Motive im Black-Flag-Style, gestaltet von OPÓR Clothing. Gedruckt ist das ganze auf GILDAN-185g-Shirts und wird es ab dem 09.02. auf all‘ unseren KONZERTEN zu kaufen geben.

Wer Paypal hat, kann gerne mal in unserem neu eingerichteten SHOP vorbeischauen und das gute Teil dort für 10EUR + 2,50EUR Versand bestellen. Ansonsten schreibt ihr einfach eine Mail an aufbewaehrung@riseup.net und dann läuft das auch!

On Tour 2 – Neubrandenburg

Ich mache ja keinen Hehl daraus, dass das AJZ Neubrandenburg eine meiner liebsten Konzertlocations ist, in denen ich bisher gespielt hab. Auf einer kleinen Anhöhe gelegen, direkt am See (was vorallem im Sommer der absolute Traum ist!), viele nette, engagierte Leute – was kann es besseres geben?
Nun spielen wir auch mit AUF BEWÄHRUNG das erste Mal dort. Vorher haben wir uns tierisch in die Hosen gemacht, ob es überhaupt was wird, denn schließlich gab es mit FEINE SAHNE FISCHFILET in Rostock eine „Gegenveranstaltung“, die es in sich hatte. Ich konnte die anderen aber beruhigen, denn die „Szene“ um das AJZ ist so aktiv, dass es da immer voll und geil wird – so kam es dann auch.

Angekommen und mit den netten Mädels und Jungs von SUCKERPUNCH (aka. Zuckerpunsch) die Reihenfolge ausgekickert, Gewinnerteam darf sich die Reihenfolge aussuchen. Gnadenlos verloren, aber doch gewonnen, denn SUCKERPUNCH wollten zuerst spielen, damit sie auch zuerst saufen können. Kluge Leute!

Danach das übliche Prozedere, aufbauen, essen, chillen, Meet&Greet, Autogramme schreiben, Fotos machen, Babys küssen… Ihr wisst schon.
Dann standen SUCKERPUNCH auf der Bühne und haben stark abgeliefert, ich kannte vorher nur ein Lied von denen und das hab ich meisterlich verpasst. War aber bestimmt gut.

Als wir auf die Bühne gingen, standen schon viele bekannte Gesichter davor. Immer wieder schön zu sehen, dass Leute u.a. unseretwegen ein paar Stunden Fahrt in Kauf nehmen. Das Konzert war dann ziemlich gestört, ich glaube ich habe bisher auf keinem Konzert so oft das Mikrofon ins Gesicht geschlagen bekommen, was mein Gesicht dann irgendwann mit einer blutigen Lippe quittierte. Das ist Punkrock oder so, versteh ich als Hipster nix von.

Anschließend legten noch 2 grandiose DJs ein paar Perlen des Punkrocks auf und wir legten noch eine flotte Sohle aufs Parkett. Ich glaube, ich bin einigen Leuten mit meinem Dauergrinsen und meinen Dankesreden für diesen „rundum gelungenen Abend“ ziemlich auf den Geist gegangen. Tut mir nicht Leid.

Nach einer kurzen Nacht, von der ich besser nicht rede (ihr wisst schon, bandmitgliedliche Schweigepflicht. höhöhö), musste ich noch das Versprechen einlösen, mit unserem Mädchen für alles Henner vorm Frühstück „wandern“ zu gehen und den Hügel neben dem AJZ zu besteigen, um die grandiose Aussicht zu genießen. Gesagt – getan!

Neubrandenburg, immer wieder gerne. Danke an alle Beteiligten und hier, als visuelle Untermalung ein paar hässliche Bilder mit schicken Filtern. Oi!

Das malerische AJZ mit einem Schmedder in freier Wildbahn

Setlist – Blut, Bier, Fußabdrücke

Dans op de Deel

Henner am Ort seiner Träume

CD von SUCKERPUNCH. Noch nicht reingehört, sieht aber gut aus.

On Tour 1 – Greifswald

So, ich hab mir einen guten Vorsatz für 2013 gemacht und zwar diesem Blog mal wieder Leben einzuhauchen und das in Form von Konzertberichten. Cool oder? Dann stehen hier nicht nur die aktuellen Tourdaten, sondern es gibt auch noch was zu lesen und zu gaffen. Also „hier wir gehen“:

Greifswald als erstes Konzert im neuen Jahr ist immer eine sichere Bank. Sowas wie ’ne Homebase sozusagen und es lockt immer wieder viele bekannte Gesichter vor die Bühne. Das konnten wir gebrauchen, denn wir haben, quasi nebenbei, vor Ort ein Video zu „Ach, verrat ich euch noch nicht!“ gedreht.
Das heißt, beim Soundcheck schonmal gut aussehen und 5 Mal das gleiche Lied runterballern. Macht nicht so viel Spaß, wie man sich vorstellen mag.
Währenddessen erfahren, dass der Bus in der Polizeikontrolle, den die Jungs gesehen haben, der von STREET POISON war und es war ungewiss ob die Franzosen es überhaupt schaffen zu spielen. (Die Rede war von Sänger mitgenommen, Knast, Geldstrafe – letztendlich waren es wohl 500EUR, weswegen weiß keiner so genau.)
Auch die andere Band THE DETECTORS steckte im Schneechaos auf der Autobahn fest. Doofe Sache, sollten sie doch den Opener machen und in einer Stunde spielen. Sie kamen dann 15 Minuten vor Showtime, aber wir wollten denen nicht zumuten direkt aus dem Auto auf die Bühne zu springen, also haben wir angefangen.
Show: riesengeil abgeliefert, blabla, das beste was wir je erlebt haben, blabla. Dann THE DETECTORS, stark wie immer. Über die hab ich mich ja mehr gefreut, als selbst zu spielen – quasi ’ne DETECTORS-Show mit Freisuff, Freiessen, freiem Eintritt und Übernachtung und dafür mussten wir nur ein bisschen spielen.
STREET POISON dann elegant verpasst, was nicht schlimm war, denn ich hatte mir vorgenommen die Combo STREET POISON, THE DETECTORS und SMALL TOWN RIOT am nächsten Tag in Berlin nochmal zu genießen (was übrigens auch der Hammer war).

Nach den Konzerten dann die üblichen Abkacker am Merchandise-Stand bzw. in der Rhythmus-Gruppe und so mussten die 6-Saiter alleine weiterziehen und mit den „Locals“ noch ein wenig die Bars unsicher machen. Naja, Greifswald ist nicht New York und so kam es neben einem illustren Lesezirkel, nur dazu, dass Maddin die Barfrau abgezockt hat und doppelt so viel Wechselgeld bekam, als das, was er hingegeben hat. WIN-Situation, denn so konnte er der halben anwesenden Meute Kippen und Drinks spendieren und alle hatten ihren Spaß.

Greifswald halt!

Einfach mal die Kresse halten

Umschulung für den Fall der Fälle

Konzertfotos schießen war schon immer meine Stärke

Sexy-Time zwischen einem Mitglied der Kapelle VERWAHLOST und dem Verantwortlichen unseres Videoclips