Archiv der Kategorie 'Zeug'

Neues Shirt / Offizieller Webshop

Vielleicht haben es einige von euch schon auf FACEBOOK gesehen, wir haben neue Shirts. Und zwar schicke „Pfeffi muss mit“-Motive im Black-Flag-Style, gestaltet von OPÓR Clothing. Gedruckt ist das ganze auf GILDAN-185g-Shirts und wird es ab dem 09.02. auf all‘ unseren KONZERTEN zu kaufen geben.

Wer Paypal hat, kann gerne mal in unserem neu eingerichteten SHOP vorbeischauen und das gute Teil dort für 10EUR + 2,50EUR Versand bestellen. Ansonsten schreibt ihr einfach eine Mail an aufbewaehrung@riseup.net und dann läuft das auch!

SOMMER!

Puh… Das Album ist draußen, es kommt gut bei euch und den KritikerInnen an und wir sind überglücklich!

Die neuen Songs gibt es jetzt auf (fast) jeder Plattform:
Bei BANDCAMP könnt ihr das komplette Album streamen und es für 6EUR per PayPal kaufen.
Auf SOUNDCLOUD haben wir ein paar Songs bereitgestellt und auch ABGEFUCKT LIEBT DICH-UserInnen können nun das eine oder andere ausgewählte Prachtstück auf ihre Seite hauen. Nur das olle MYSPACE sträubt sich noch.

Wer Bock hat, sich ein paar der bisherigen Reviews durchzulesen, klickt einfach oben auf Pressestimmen. Wir sind bisher auf jeden Fall echt dankbar und zufrieden.

Ab dem Wochenende sind wir wieder live unterwegs und zwar:

06.07.12 BURNING SUMMER Ludwigslust
07.07.12 IRGENDWO im NIRGENDWO

14.07.12 ROCK GEGEN RECHTS Stralsund

Dort haben wir das neue Album natürlich hunderprozentig am Start, ihr könnt es natürlich auch weiterhin bestellen, nutzt dafür einfach das Kontaktformular oder schreibt ’ne Mail an aufbewaehrung@riseup.net – das Gleiche gilt auch für Konzertanfragen! Also Go!

XOXO,
Gossip Girl

Nicht vergessen!

Heute Abend 20Uhr sind wir live zu Gast bei Radio Lohro. Wird sicher witzig, schaltet doch auch ein: http://www.lohro.de

Das Wochenende wird dann eine Kaffeefahrt:
Am Freitag sind wir dann im CAFÉ TAKTLOS in Glauchau zusammen mit den ARGIES aus Argentinien zu Gast.
Und am Samstag rocken wir das KULTURCAFÉ MANFREDS in Leipzig zusammen mit KÄPT‘N KÜCHE.

An beiden Tagen werden wir unser neues Album „Schnauze voll!“ im Gepäck haben. Ihr könnt es aber auch immer noch unter: aufbewaehrung@riseup.net bestellen.
Unter gleicher Adresse könnt ihr auch Konzertanfragen und alles andere mit uns abwickeln. Keine Scheu!

Kommt gut ins Wochenende!

XOXO

Crazy United Radio

In der letzten Sendung vom Crazy United Radio haben wir nicht schlecht gestaunt, denn unser Song „Way of Life“ wurde dort zwischen den „Adicts“ und „Dritte Wahl“ gespielt. Unbedingt mal reinhören, wenn es wieder heißt „Oi und Punk mit Spiller und Frank“!

Die aktuelle Sendung gibt es hier zu hören.

crazyradio

So oder so ähnlich…

… könnte unser nächstes Album klingen. ;)

Copying is not theft!


HIER KOPIERT ;)

In diesem Sinne: Brennt euch unsere Mucke, schenkt sie euren Freundinnen und Freunden und habt Spaß damit. Wenn dann mehr Leute auf unsere Konzerte kommen und ein paar ein Shirt oder eine CD mitnehmen, freuen wir uns um so mehr!

Rostock / Sturmwarnung / Facebook

Am Freitag spielen wir mit Rawside, Boikott und Error21 in Rostock in der alten Zuckerfabrik (MySpace | Facebook). Karten gibt es jetzt schon an vielen bekannten Vorverkaufsstellen und natürlich an der Abendkasse. Dort werden sie 12EUR kosten. Einlass ist ab 21Uhr. Kommt rum, wir denken es wird voll und genial!
zuckerflyer

Nach einer kleinen Odyssee – verschollenes Paket und das ganze Programm – sind heute auch die gepressten CD’s erschienen. Nun warten wir noch auf die Digipacks und wenn alles gut geht, können wir am Freitag den ersten Interessentinnen und Interessenten ein Exemplar in die Hände drücken. Auch dabei haben werden wir unsere Shirts in schwarz, navy und burgund, wir werden uns noch irgendwie so einen coolen Paket-Deal ausdenken mit allerlei Kleinigkeiten, aber dazu dann Freitag mehr. Ausserdem haben wir einige neue Termine am Start, einfach auf der Terminseite vorbeischauen.
scheiben

Wir sind jetzt auch bei Facebook, wer Bock hat, kann uns gut finden, wer uns scheiße findet, kann Freitag den Abend in Greifswald auf einem Konzert mit Power+WeWillFly verbringen.
powerwillfly

Heute eingetrudelt

Kann einiges der Film!

Archi im Interview über Szene, Heimat und Hansa Rostock

1) Hallo zusammen! Hier ist der Steven vom „On File“-Fanzine. Wer seid ihr Nordlichter denn? Stellt euch doch mal vor!
Moin moin, also ich bin Archi, der Sänger und Gitarrist von „Auf Bewährung“. Dann haben wir da noch Marv am Bass, Maddin an der anderen Gitarre und Flo an den Drums.

2) Euch gibt es mittlerweile seit fast fünf Jahren. Liefert kurz doch mal eine kurze Bandgeschichte ab.
Genau, Anfang des WM-Jahres 2006 haben wir uns zusammengefunden, es folgten die ersten Konzerte auf Geburtstagen von Freunden, das alte Spiel also. Ein Jahr später folgten dann die ersten Konzerte als Support von einigen größeren Bands. So wurden einige Menschen auf uns aufmerksam und wir hatten ab circa 2008 die Möglichkeit ziemlich in der Republik herumzukommen. Ende 2009 haben wir dann unser erstes Album „Sturmwarnung“ aufgenommen und selbst veröffentlicht. Im letzten halben Jahr haben wir kleine Schaffenspause eingelegt, uns gesammelt, sind anderen Projekten nachgegangen und greifen nun seit Juni wieder an.

3) So wie Archi mir geschrieben hat, kommt ihr ja aus der Nähe von Wismar. Vor ca. 10 Jahren traf ich in Gadebusch einige Skins aus Wismar, die mir erzählten, dass es dort szenemäßig ziemlich gut aussieht (30 leute aus der Skin/Punk/HC-Ecke). Wie sieht es heute in Wismar und Umgebung aus?
Nunja, wir selbst haben in Wismar erst ein Konzert gespielt, weil punkrocktechnisch dort kaum noch etwas geht. Hin und wieder finden dort kleinere Konzerte statt, aber viel ist es nicht. Ende der 90er sah es dort noch ganz anders aus, aber Alkohol/Drogen, der Weggang der „Alten“ bzw. das Ausbleiben von Nachwuchs taten das Übrige für den Abbau der Szene.

4) Um beim Thema zu bleiben: Ich selbst habe zwischen 1999 und 2006 in Greifswald gelebt. Greifswald selbst ist seit den frühen 90ern bekannt für seine Oi!-Szene und es spielten einige großartige Bands über die Jahre im dortigen „klex“. Könnt ihr mir berichten, wie es momentan in M-V aussieht? In Greifswald scheint ja demnäxt einiges zu gehen, in Rostock soll hingegen das JAZ geschlossen werden.
Für Greifswald hast du in mir jetzt den richtigen Experten innerhalb der Band gefunden. Ich wohne nun seit einem Jahr hier und habe mich bewusst für diese Stadt entschieden. Neben Rostock, wo ich vorher gewohnt habe, hat meiner Meinung nach Greifswald die aktivste Szene in M-V. Das „Klex“ war und ist mit Sicherheit eine Institution in Sachen Punk & Oi!, doch auch hier hat es sich gewandelt, mittlerweile finden immer mehr Hardcore und Metal-Kids Einzug in die Clubs. Es scheint grade „in“ zu sein, meine Tasse Tee ist das jedoch nicht.
Die Sache mit dem JAZ ist eine wirklich beschissene Sache, dort wird systematisch versucht, alles „alternative“ aus der Stadt zu drängen. Es wurden in der Nähe vom JAZ Mietwohnungen gebaut und nun beschweren sich die Mieter über zu hohe Lautstärke. Eine Frechheit, wenn man bedenkt, dass die Baufirma schon weit vorher wusste, in welche Nachbarschaft sie ihr Mietshaus setzt. Nun steht das JAZ in der Pflicht Maßnahmen gegen den Lärm zu setzen, Sanktionen die Geld, Zeit und Schweiß kosten. Eine zerfahrene Angelegenheit.

5) Jetzt, wo ich gerade diese Zeilen tippe, dürftet ihr euch in Molmke bei Salzwedel rumtreiben. Da ich selbst gebürtiger Salzwedeler bin, würde es mich schon interessieren, was dort beim „Scheunenfest“ so abging!
Die Molmkener Scheunenfete ist für uns immer ein besonderes Event im Jahr, dort treffen wir Freundinnen und Freunde und haben eine schöne Zeit. Dort ist alles handgemacht, vom Tresen bis zur Bühne – keine großen Anlagen, keine Starallüren. Dieses Jahr haben jedoch ein paar Autonome Nationalisten versucht Stress zu machen, haben einem Mitglied unser Band zu dritt aufgelauert und solche Späße. Ist nix passiert und von soetwas lassen wir uns nicht den Abend vermiesen. Die Sachsen-Anhaltiner (sagt man das so?) sind jedoch ein verdammt feierwütiges Völkchen.

6) Kommen wir nun zur Musik: Ihr rumpelt ja nun gerade nicht den alltäglichen Sound durch die Landschaft, was mir persönlich sehr zusagt. Was für Stile/welche Bands sind denn euer Einfluss?
Ich glaube die Rumpelphase haben wir hinter uns. Haha. Nein, im Ernst, die Mitglieder unserer Band haben einen breitgefächerten Musikgeschmack: während bei mir eher Hardcorepunk wie Riot Brigade und Rejected Youth oder Oi! von Loikaemie und Volxsturm auf den Plattenteller kommt, steht unser Drummer mehr auf Ami-Punk a la Blink182. Unser Basser legt sich gerne mal eine Blues-Scheibe auf oder hört alte Sachen wie Dire Straits und Pink Floyd. Die Schnittmenge liegt aber bei „alten“ Helden wie Dritte Wahl, Terrorgruppe, WIZO und man höre und staune, die immernoch gern gehörten Broilers.
Ob diese Bands jedoch unseren Stil maßgeblich beeinflussen, wage ich dann doch zu bezweifeln. Wir machen einfach das worauf wir Bock haben. Sei es ein Ska-Stück mit Hawaii-Gitarre oder einen schnelleren Knüppelsong, Hauptsache es geht nach vorne. So gehen wir derzeit auch an die neuen Sachen ran, uns schwirren da Ideen mit Kontrabass, Bläsern und Hammond-Orgel in den Köpfen. Die wollen alle irgendwann mal raus.

7) Ah ja, das hört sich ja spannend an. Ich muss jetzt aber keine Angst haben, dass ihr in solche Gefilde abrutscht wie die erwähnten Broilers. Kreativität in allen Ehren, aber bitte keine Veränderung bis zur Unkenntlichkeit!
Da brauchst du sicher keine Angst haben. Es gibt bei uns immer so 1-2 Songs in denen wir uns ein wenig ausprobieren, aber Punkrock ist und wird immer das Grundgerüst bleiben. Wenn es nach mir ginge, dann könnten ein paar der neuen Lieder nach dem Prinzip „Strophe-Refrain-Strophe-Refrain-Solo-Refrain“ werden… Punkrock ohne Schnickschnack, aber ich kann schlecht sagen, dass es im Endeffekt so sein wird.

8) Wie du oben bereits geschrieben hast, erschien euer Debutalbum 2009 in Eigenregie. War das so geplant, oder wollte euch kein Label haben, was ich persönlich bei eurem musikalischen Potential bedauerlich finde. Gibt’s denn einen Favouriten, bei dem Ihr gerne veröffentlichen würdet?
Also wir haben schon einige (für uns interessante) Labels angeschrieben, wovon, wenn ich mich recht erinnere, vielleicht 2 überhaupt geantwortet haben. Leider schade, denn wir waren mit unserer Arbeit im Endeffekt doch ziemlich zufrieden. Bevor das Album im Kasten war, hatten wir mal eine Anfrage von einem ominösen Label, der uns einen Vertrag anbieten wollte. Dieser Vertrag war aber voll mit Knebelparagraphen, Rechte-Abtretung und und und… Da haben wir dann schnell die Finger davon gelassen.
Wir wollen jetzt aber auch nicht auf Zwang bei einem Label landen, wo wir im Schatten von „großen“ Bands unser Dasein fristen, uns an Richtlinien und Verkaufszahlen halten müssen und so weiter. Da machen wir es lieber selbst, haben eine Heidenarbeit, aber auch einen Heidenspaß und wissen, dass diese Platte von Anfang bis Ende aus unserer Feder stammt. Sicher wäre eine Plattenfirma vom Vorteil, vielleicht klappt es mit der zweiten Scheibe…
Favoriten, nunja… Ich würde, wie schon gesagt, einen kleineren, überschaubaren Betrieb bevorzugen, bei dem wir nicht Veröffentlichung XYZ sind, sondern wo sich gekümmert wird. Eine „familiäre“ Atmosphäre wäre mir auf jeden Fall lieb – es muss auch menschlich stimmen.

9) Um mal beim Album zu bleiben. In welcher Auflage ist es erschienen, ist es noch käuflich zu erwerben und was kann der kauffreudige Musikfreund erwarten? (Stichworte seien Titelanzahl, Aufmachung wie z.B. Booklet mit Texten)
Die Erstauflage war von uns und Freunden handgebrannt, mit zweiseitigem Cover/Einschub im selbstbeschrifteten Papierschuber. Wie früher die LP’s kleinerer Bands. Davon gab es hundert Stück, die mittlerweile vergriffen sind. 12 Songs, 33 Minuten Spielzeit. Trotz der geringen Auflage und der überschaubaren Weiterverbreitung war die Scheibe Ruck-Zuck auf den beliebten Downloadportalen zu finden, aber davor ist heute wohl niemand geweiht.
Nun erscheint Ende Oktober quasi die erste richtige Auflage, im Digipack mit professionellem Coverdesign und handnummeriert, wiederum in einer Auflage von 100 Stück. Dafür hab ich in letzter Zeit oft Nächte durchgearbeitet, weil das Layout komplett aus meiner Feder stammt. Noch halten wir die Dinger nicht in den Händen, aber wir freuen uns jetzt schon darauf, wie als Kinder auf Weihnachten.

10) Mit „In Dieser Zeit“ habt ihr ja in alter Punktradition einen schönen gesellschaftskritischen Text geschrieben, der die gegenwärtigen Missstände (Duckmäusertum, fehlende Persönlichkeit etc.). Leider bleiben davon auch „Subkulturen“ nicht davon verschont. Seht ihr das ähnlich und glaubt ihr, dass der für dumm verkaufte deutsche Michel sich jemals massenhaft gegen „die da oben“ auflehnen wird? Gerade momentan wird uns ja vorgegaukelt, dass es auf dem Arbeitsmarkt ja so gut aussieht wie seit 20 Jahren nicht mehr.
An diesem Wochenende war ja in Berlin die Anti-Atomkraft-Demo (laut Presse) mit bis zu 250.000 Beteiligten. Also denke ich schon, dass eine ziemliche Menge Leute sich nicht mehr länger für dumm verkaufen lassen möchte. Leider scheint es aber viel zu vielen Menschen noch viel zu gut zu gehen, denn es werden kurz vor der WM Sparpakete beschlossen, die einen großen Teil der Bevölkerung massiv in Bedrängnis bringen, aber deren Kritik in dem Moment mit Fanschal, Bratwurst und Bier im Keim erstickt wird. Sowas kotzt uns an, aber in der Situation waren TonSteineScherben schon vor etlichen Jahren und auch Generationen nach uns werden daran zu knabbern haben, deswegen sind solche Themen irgendwie immer aktuell.
Und auch grade in der Subkultur wird es für viele Menschen immer enger. Jugendzentren werden geschlossen und abgerissen, an deren Stelle dann ein paar Monate später das 1.000 Einkaufszentrum steht, aber das scheint niemanden so wirklich zu interessieren.

11) Und um mal bei dem Song zu bleiben: Ihr singt ja, dass man sich heutzutage „online“ trifft. Das trifft ja leider auch auf die Punk- und Skinszene zu. Es scheint tausende Leute zu geben, nur viele Konzerte sind mäßig bis schlecht besucht. Eure Meinung dazu?
Mir scheint, das Internet wird immer und immer mehr Mittelpunkt der Szeneaktivitäten. Das sieht jeder an der (immer noch) aktuellen „Grauzonendebatte“ rund um den Oire Szene-Blog, bei dem sich beide Seiten der Beteiligten nicht mit Ruhm bekleckert haben. Auch früher gab es Kritik an einzelnen Bands, die erschien dann in Fanzines, die Bands haben es mitbekommen oder eben nicht, sich dafür interessiert oder eben nicht und die Menschen haben es gelesen und ihre Schlüsse daraus gezogen. Heutzutage erreichen jedoch solche Blogs eine ungekannte Aufmerksamkeit. Während Fanzines früher glücklich waren, wenn sie 1.000 Exemplare vierteljährlich unter die Leute brachten, bekommen Internetseiten tausende Klicks täglich. Damit wird dann natürlich anders umgegangen, es könnte den Bands immernoch egal sein, was über sie geschrieben wird, doch über die breite Öffentlichkeit geraten die Bands oft in Zugzwang.
Es ist tragisch, dass es überhaupt „nötig“ ist, solch einen Blog ins Leben zu rufen. Ich erinnere mich an Zeiten, wo es selbstverständlich war Stellung gegen rechts zu beziehen, doch heute gibt es sehr viele Bands mit Wischi-Waschi-Images. Mit der Idee des „Apolitischen“ kann ich sehr gut leben, aber gegen Rassismus und solche Abarten zu sein, ist für mich trotzdem selbstverständlich. Aber ich merke schon, dass ich abschweife.
Den Grund für die geringen Besucherzahlen sehe ich darin, dass sich viele Leute „zu fein“ sind, ein paar Kilometer für ein gutes Konzert zu fahren, so zumindest mein Gefühl. Es GIBT tausende Leute, aber die sparen lieber das Geld für ein gutes Outfit und 1-2 große Festivals im Jahr, wo sich sowieso alle „relevanten“ Bands tummeln und verzichten eben auf kleine Konzerte. Das macht es Nachwuchsbands extrem schwierig. Die Leute wollen eben kein Geld mehr für Musik bezahlen. Wie schon gesagt bekommste im Internet alles an jeder Ecke für lau, da hörste dir die Band an und machst dir dein Bild, was du dir sonst aufm Konzert gemacht hättest. Ich persönlich bin jedoch Fan von kleinen, stickigen Konzertschuppen, wo 2 Bands für ne handvoll Euro spielen.

12) Kommen wir zum Titel „Way Of Life“, bei dem ihr die Einigkeit von Skins und Punks beschwört (wovon ich persönlich nicht soviel halte). Klappt das denn in eurem Umfeld und fühlt ihr euch einer der Szenen zugehörig oder bezieht sich das „Way Of Life“ auf das recht breit gefächerte Genre „Punkrock“?
 Ich würde mich/uns klar als „Punkrocker“ definieren, alles andere wäre mir ein viel zu eng geschnürtes Korsett. In unserem Umfeld klappt das sehr gut, denn es gibt nunmal nicht viele Menschen, mit denen du deinen Musikgeschmack teilst, das sind dann Skins, Punks, Hardcorekids und und und… Darauf ist das Lied eben bezogen, auf unseren Wirkungskreis, unser Erlebtes. Nur zusammen kann man hier dem grauen Alltag etwas entgegensetzen.
Den Text würde ich mittlerweile aber nicht noch einmal so schreiben, denn ich merke, dass das mit dem „Unity-Ding“ gar nicht so einfach hinhaut, muss es aber auch nicht. Ich bin kein Fan von Schubladen, aber Skinheads sind nunmal (im Idealfall!) keine Punker mit Haaren, haben einen eigenen Lebensstil, eigene Wurzeln und so weiter, das sollte respektiert werden. Jedoch sollte es nicht so weit kommen, dass irgendwann keine Punks mehr auf Skinheadkonzerten geduldet werden und umgekehrt. Bei uns ist jeder willkommen, solange er keine Faschoscheiße im Kopf hat, ob nun Punk, Skin oder Normalo.

13) Kommen wir noch mal auf Mecklenburg-Vorpommern zu sprechen: Mit „Baltic Rock’n’Roll“ habt ihr ja eine „Ode“ an die Heimat verfasst. Was macht MV aus eurer Sicht so lebens- und lobenswert, was stört euch und wie ist eure Prognose für das Land, dass in fast allen Statistiken, meist im Wechsel mit Sachsen-Anhalt, die „Rote Laterne“ trägt.
In erster Linie haben wir hier unsere Freunde, Freundinnen und unsere Familie. In zweiter Linie Erinnerungen/Erlebnisse und natürlich die Ostsee, die Städte sind nicht zu groß und die Mentalität der Leute gefällt mir. Ich lebe gerne hier, denn ich bin absolut kein Fan von Bergen und solchem Kram. Wenn jedoch jemand anderes seine Umgebung geiler findet, dann find ich das auch in Ordnung, haben wir hier weniger, was wir teilen müssen. Haha!
Natürlich ist auch hier nicht alles Gold was glänzt, viele Menschen sind verunsichert hierher zu kommen, aus Angst vor Übergriffen auf sie. Ganz unbegründet ist es nicht, denn in Statistiken zu rechter Gewalt sind wir ausnahmsweise recht weit vorne mit dabei. Zum Beispiel wurde vor mittlerweile 10 Jahren in Greifswald ein Obdachloser von Neonazis zu Tode geprügelt, all das wollen und dürfen wir bei der Lobhudelei nicht ausblenden.
Manchmal kommt es einem so vor, dass in MV die Zeit ein wenig stehen geblieben ist, viele leben für sich, gehen ihrer Arbeit nach und sehen alles andere als Störfaktor. Da ist es natürlich ein schwieriges Herantasten an Themen wie Integration usw.

14) Auch der einstmals glorreiche F.C. Hansa Rohrstock, ähm Rostock (letzter NOFV-Meister und Pokalsieger) wird erwähnt, der ja mittlerweile mit passabler Platzierung sein Dasein in Liga 3 fristet. Glaubt ihr, dass der direkte Wiederaufstieg in Liga 2 gelingen wird und ist das einstmals rechtslastige und gewaltbereite Image aus eurer Sicht heute noch aktuell bzw. gerechtfertigt. Ich selbst bin vom Fan zum Sympathisanten abgestiegen und habe diesbezüglich nicht mehr den Überblick.
Während ich diese Zeilen tippe führen wir die Tabelle der 3. Liga dank besserer Tordifferenz an. Aus sportlicher Sicht also nix zu meckern. Ich glaube fest an den sofortigen Wiederaufstieg und auf ein Wiedersehen mit dem FC St. Pauli, der ja nur im Mittelfeld herumdümpelt.
Auch in der Fanszene tut sich einiges. Seit dieser Saison gibt es eine neue Fangruppe mit dem Namen „Unique Rebels“, eine kleine Gruppe aus alternativen Fans, die sich gegen jede Diskriminierung ausspricht, ob nun im Stadion oder ausserhalb. Ein klares Zeichen also gegen rechte Bestrebungen. Aber auch hier sieht man alleine daran, dass es eine solche Gruppe gibt/geben muss, dass dies schon aktuelle Themen/Probleme im Ostseestadion darstellt.

15) So, dass war’s zunächst von mir. Wollt ihr noch was loswerden?
Erstmal danke für das Interview, hat wirklich Spaß gemacht die Fragen zu beantworten, das sieht man auch an der Ausführlichkeit, denke ich. Würd mich freuen, den Einen oder die Andere auf einem Konzert von uns zu treffen. Nächstes Jahr werden wir 5 Jahre alt, das wollen wir gebührend feiern, die Planungen laufen auf Hochtouren. Bis dahin…

STAY REBEL! Archi // September 2010

Interview mit Apelzin.ru

Inna vom Online-Magazin Apelzin aus Russland hat uns ein paar Fragen gestellt, wir haben geantwortet:

apel

First of all thanks for taking the time to answer these questions. Could you please tell me a little bit about yourself and the band.
Marv: I am Marv, I’m playing the bass-guitar.
Archi: Hello, I‘m Archi – the vocalist and guitarist of „Auf Bewährung“. Our drummer is Flo and the other guitarist is Maddin. We are from Rostock in Northern-Germany and play Streetpunk since 2006.

What’s the origin of name of band?
A: The meaning of our name is „on probation“. It sounds cool, hard and a little bit dangerous. That’s it!

What inspires you to do what you do?
M: We recognize how many things in our society are going wrong and we see so many people who are part of this shit, without complaining. Opening their eyes is an aim for what it’s worth to fight. Our music is one way that helps us to stay optimistic.

What bands have influenced on your sound the most?
A: Well, that’s a hard question. At the beginning bands like Slime, Terrorgruppe, WIZO, Dritte Wahl lead the way for us. Later the sound of Skinheadbands like Loikaemie, Broilers and Volxsturm influenced almost everyone of us. Our music is now a strange mix of all that.

Do you have a favorite song you have ever written? Why?
M: „In dieser Zeit“. It’s powerful, melodic and has real good lyrics with a quickly understandable message.
A: I wrote this song in the shower. :D

Which songs do you perform most frequently?
A: Since we have only one album we play almost all the songs from it and some new stuff.

What you can say about first full-length album „STURMWARNUNG“? Are you satisfied?
M: Indeed, we‘re satisfied! The Producer did a good job and of course we did a good one, too, when recording it. In our opinion the songs from the album sound very professional. The positive feedback from friends and fans says their own words :) Certainly there are some points that could have been done better, but that’s the way it is…
A: Well we recorded it a year ago. A lot of things changed in and around the band and I‘m excited when we are recording our second album… maybe in 2011.

What are your songs about? Can you describe music of „Auf Bewährung“ by some words?
M: The songs are about life generally, especially nowadays. But we concentrate on themes like the punk-scene and its attitude, police-influence, society-criticism. We try to connect those texts with some nice melodies to make it listenable.
A: I wrote some new stuff since „Sturmwarnung“. It will be more personal and maybe a little less angry. We will see…

On your songs you sing a lot about the problems of society.
Do you consider yourself as a political band?

A: I‘m a very political person. For me music is a tool, to explain that’s something big is going wrong in this society.
M: In our band there are different opinions about politics. We all agree, as you said, in society-issues and we‘re all strictly antifascist. That’s the most important point for us. But everyone has different ideas how those problems could be solved. Parts of our band are more radical than others. But it’s a good mix.

Tell me about relationships of people to antifa and neo-nazi musical bands in Germany?
A: We‘re supporting antifascist movements with our music, play concerts for the antifascist action and so on. I can‘t understand how apolitical bands can play concerts with right-winged bands. Even some apolitical people visit concerts of nazis and go to antifascist concerts the next day. That’s a paradox… I can‘t understand it.

What means the word «patriotism» for you?
M: Patriotism leads to fascism! Do i have to say more? We stand for a free, tolerant and non-profit- society, that accepts every human and every culture, without thinking being better than others. Patriotism is a product of nations. Maybe the question should be what we think about nations in general, but than we could philosophize about that for much longer…

What’s the best place you have ever played a show at, and why?
M: That’s hard! I really don‘t know. We are often very surprised because of the amazing people visiting our concerts and the ones who organize such events. We once had a concert at a bachelor parting. There were not many visitors, but those who were there had so much fun and really made our show special.
A: I think small shows are the best, it’s a familiar feeling and that is, what it’s all about.

What are you listening in free time?
M: I’m listening to classical german “revolutionary”-music, like Dritte Wahl, Daily Terror, Slime, TonSteineScherben, Die Toten Hosen. But also bands like Broilers, Mutabor, DDP and Rock-legends, for example Dire Straits, CCR, Pink Floyd.
A: In my cd-player there is hardcore-punk like Guerilla, Rejected Youth, Riot Brigade and Ashers and I‘m a great fan of skinhead-bands like Volxsturm, Loikaemie, Stomper 98 and Broilers. AND the album of my friends „Feine Sahne Fischfilet“ is good stuff.

What’s the coolest thing that has ever happened with you and your band?
A: I think every show is something special. For me it’s great to know, that some people drive lots of hours to see our concerts, that makes me proud.
M: For me the coolest thing will happen in december, when we play a show with Toxpack and COR.

What do you know about Russia?
M: Nice place. Definitely a hard history, like germany, too. But i think there do exist more real poor people in russia than in germany, even if both countries have a lot of problems.
A: I like the great antifascist scene. I heard a lot about russian RASH and SHARP movement, they are doing a good job. Of course the murder of Ivan K. was a big issue in Germany, too. In our hearts we‘re with him and every russian antifascist, keep the fight!

I heard something about relationship between «Auf Bewährung» and Russian «Nichego Horoshego»… (Talk about it, how did you met «Nichego Horoshego»)
A: Well, a russian friend of mine gave me some songs and lyrics of them and I liked it from the first second, so I got in touch with them via MySpace and vKontakte. We developed a great friendship and want to record a split-cd next year.

What is main goal of «Auf Bewährung“?
M: To make music for our scene, to change the switch in peoples heads from conformity to thinking independent.
A: We‘re fighting for individuality and freedom and against fascism and capitalism!

How do you promote your band and shows?
A: The internet is a big help for me to set up shows, get in touch with fans and venues. But most of the work happens „on the street“ by talking to people, selling records and so on.

What do you think about word «freedom»?
M: Freedom should be the most important goal of humanity. The paradox there is the fact that often exploiting- and oppression-politic is made of those who stand for freedom. Especially neo-liberalism is a good example for it. Maybe neo-liberalism makes people free, but only those who have the money to „buy“ their freedom. All people should have the chance to live free and that freedom should not depend on their capital, how they look like or where they come from. Nothing else to say.

What do you have planned for the future?
M: We want to make a trip to russia within the next year. Together with Nichego Horoshego we will play some concerts, so russian fans can watch and listen to us, too. The whole band is very exited…
A: As I said, we plan to record new songs in 2011 and play as many shows as possible.

What advice would you give to fellow bands?
A: Go your way! Don‘t follow worn-paths, do your thing and keep playing, even if it’s hard.

Any last words?
M: Thank you for the interview and we‘ll see in russia!
A: I want to thank everyone who supports us in Russia, I got so many mails at vKontakte, where people tell me, how much they like our music, that makes me happy. Thank you!