Archiv der Kategorie 'Politik'

The Brandenburg-Stories (continued)

Eben erhielten wir eine Mail von Blogsport, in der uns mitgeteilt wurde, dass das Indizierungsverfahren gegen uns und unser Album „Schnauze Voll“ eingestellt wurde.
Witzige Randbemerkung: Von so einem Verfahren wussten wir bis zu diesem Zeitpunkt nichts. Zweiter witziger Punkt: initiiert wurde das Verfahren vom Landeskriminalamt Brandenburg. („Brandenburg?“ wird sich da die geneigte Leserschaft fragen. Ja, da war doch was. Beim gleichen Bundesland standen wir im Verfassungsschutzbericht 2012 und haben uns erfolgreich dagegen gewehrt.)

Scheinbar gibt es in Brandeburg und Umland nicht genug Probleme, so dass wir zum wiederholten Male ins Visier der Ermittler gelangt sind. Scheinbar gibt es keine militante Neo-Nazi-Szene in dem Bundesland, die Konzerte von Holocaust-leugnenden Bands und ähnlich „lustige Veranstaltungen“ abhält.
Ein weiterer deutlicher Beweis, wie AKTIV in die falsche Richtung agiert wird, denn offenbar sieht die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien keinen Anlass für eine Indizierung unserer Scheibe.

Hier mal der Beschluss als Screenshot:

indizierung

Auf Bewährung und der Verfassungsschutz (Teil 2)

Gestern haben wir ein Schreiben vom Verfassungsschutz Brandenburg an unseren Anwalt bekommen, in welchem es heißt:

Auf Seite 129 des Verfassungsschutzberichts 2012 wird der erste Absatz („Die Band Auf Bewährung…“) in allen Online-Varianten komplett geschwärzt. Der Auszug aus dem Liedtext bleibt unverändert.

Die Erwähnung der Band im Register auf der Seite 354 des Verfassungsschutzberichts 2012 wird in allen Online-Varianten geschwärzt.

Die Printausgaben des Verfassungsschutzberichts sind inzwischen nahezu vollständig vergriffen.

So weit so gut. Das bedeutet, dass von nun an unser Name nicht mehr im Verfassungsschutzbericht Brandenburgs auftaucht, jedoch unser Songtext kommentarlos stehen bleibt (auch irgendwie ein Statement vom Verfassungsschutz, oder?). Das ist für uns zumindest ein Teilerfolg – denn in den Printausgaben, die bereits verteilt sind, bleibt logischerweise alles wie es ist.

Am Meisten mussten wir über den letzten Satz im Brief an unseren Anwalt schmunzeln:

Abschließend erlauben Sie mir anzumerken, dass es aus unserer Sicht wünschenswert wäre, wenn ihre Mandantin künftig nicht mehr mit Hass-Äußerungen gegen Polizeibeamte in Erscheinung treten würde.

Wir bleiben dabei: Grade durch dieses Beispiel, zeigt der Verfassungsschutz die Sinnlosigkeit seiner eigenen Existenz auf. Linke Projekte und Bands werden vom VS kriminalisiert, während eine „Organisation“ wie der NSU unbehelligt unter den Augen eben jener Behörde morden konnte. Wir kriegen das Kotzen!

Erwähnung im Verfassungsschutzbericht des Landes Brandenburg 2012

Im kürzlich veröffentlichten Verfassungsschutzbericht des Landes Brandenburg, heißt es unter der Rubrik „Hass-Musik im Extremismus – 2.2 Musik mit linksextremistischen Bezügen“:

„Auf Bewährung“ (Mecklenburg-Vorpommern) trat 2012 viermal in Brandenburg auf. Im April in Luckenwalde (TF), im Mai in Neuruppin
(OPR), im Oktober in Cottbus und im Dezember in Potsdam. Auch diese Punkrockband hat auf ihrem Tonträger „Sturmwarnung“ (2009) den ungezählten „All cops are bastards“-Songs ihre Variante unter dem Titel „1312 (Hass wie noch nie)“ hinzugefügt:
„Wasserwerfer, Tränengas tagtäglich hier in diesem Land / Mein Freund und Helfer wird zum Feind, das hab ich längst erkannt. / Es geht um meine Sicherheit, die tun nur ihre Pflicht. / Doch ich bin mir sicher, sicher bin ich nicht. / (Refrain) Hass, Hass, Hass wie noch nie. / All cops are bastards, ACAB / Hass, Hass, Hass wie noch nie. / All cops are bastards, ACAB / ACAB, ACAB.“

So sehr es uns auch „ehrt“ als kleine Punkband eine solche Aufmerksamkeit zu bekommen, umso mehr kotzt uns die Erwähnung in diesem Bericht auch an. Nachdem die Band FEINE SAHNE FISCHFILET in den Jahren 2011 und 2012 bereits im Verfassungsschutzbericht Mecklenburg-Vorpommern abgefertigt wurde (sollte ja niemandem entgangen sein, ansonsten google befragen oder sich dieses Statement zu Gemüte führen), geht die Demontierung dieser Behörde auch in anderen Bundesländern weiter. Der VS Brandenburg scheint sich sehr auf Punk-Bands spezialisiert zu haben, denn als wäre es nicht schon absurd genug eine Band wie uns in ihren Bericht aufzunehmen, die bis auf ein paar Konzerte gar nicht aktiv in ihrem Bundesland in Erscheinung tritt, müssen auch noch andere Bands wie PESTPOCKEN, GLEICHLAUFSCHWANKUNG und KLARTEXT herhalten, die z.T. ebenfalls keinen bis wenig Bezug zu Brandenburg besitzen.
Während uns eine Viertelseite gewidmet wird, werden aktive Neo-Nazi-Bands, die Eindeutig den Holocaust leugnen, lediglich am Rand erwähnt.

Bereits vor einiger Zeit haben wir bezüglich „1312 (Hass wie noch nie)“ für das Friedensfestival Ostfriesland folgendes Statement geschrieben:

Zum Lied „1.3.1.2.“ ist zu sagen, dass es etwa im Jahre 2008 entstand und auf unserem mittlerweile vergriffenen ersten Album veröffentlicht wurde. Trotz der Phrase „Don‘t fight for your country, fight for your class!“, fand das Lied durch die Stelle „als Fußballfan im Stadion, da bist du eh verhasst – zur Strafe geht’s für dich schon vor dem Spiel in‘n Knast“ regen Anklang in der politisch eher rechten Fußballszene unserer Region. Darum haben wir uns vor einiger Zeit vehement dagegen gewehrt, diesen Song von solchen Leuten instrumentalisieren zu lassen. Es ist keineswegs der Soundtrack zum „Krawalltourismus“, ganz im Gegenteil. Es ist ein Lied GEGEN die Gewalt, die uns als politische Menschen, Punkrocker und auch Stadiongänger durch die „StaatsGEWALT“ entgegengebracht wurde und wird. Durch Willkür und Unrechtmäßigkeit dreht der Staat, in Gestalt der Polizei, an einer unkontrollierbaren Gewaltspirale, die es aufzuhalten gilt. Kleinere Aktionen, wie ziviler Ungehorsam oder die angesprochenen Sitzblockaden auf Neonazi-Aufmärschen, führen dabei schon zum Erfolg. In jüngster Vergangenheit, haben wir dieses Lied häufig dem deutschen Verfassungsschutz und den Patzern bei den NSU-Ermittlungen gewidmet. Es kann in unseren Augen einfach nicht angehen, dass diese Behörde in unserem Bundesland beispielsweise der oben zitierten Band FEINE SAHNE FISCHFILET in ihrem Bericht mehr Platz einräumt, als dem NSU, der nachweislich mind. einen Mord in diesem Bundesland begangen hat (vgl.: http://www.publikative.org/2012/10/13/komplett-im-visier-des-verfassungsschutzes/). Diese und andere Aktionen schüren eine Gewisse Art von „Hass“ in uns, die wir versuchen, durch dieses Lied zu kanalisieren, Leute aufzurütteln und evtl. zum Nachdenken zu bewegen.
Obendrein gilt zu erwähnen, dass wir das Lied im Jahre 2012 mit verändertem Text neuaufgenommen haben, um ein Statement zu rechtsoffenen Bands und der sogenannten Grauzonen-Debatte innerhalb der Punk-Szene abzugeben.

Als wäre diese Aussage unsererseits eine Art Vorahnung, setzt unsere Erwähnung im Verfassungsschutzbericht Brandenburg dem Ganzen noch die Krone auf. Wir wollen gar nicht erst davon reden, wie schlecht der Verfassungsschutz des Landes Brandenburg arbeitet, denn von den von ihnen erwähnten 4 Konzerten, haben wir lediglich 3 gespielt, das Konzert in Neuruppin hat 2012 für uns gar nicht stattgefunden (was mit ein paar Klicks auf dieser Seite auch nachzuvollziehen gewesen wäre). Der Verfassungsschutz kann also nicht einmal richtig aus dem Internet abschreiben.

Wir werden uns nun mit unserem Anwalt beraten und uns weitere Handlungswege offenhalten. Zur „Feier“ des Tages könnt ihr HIER das Album mit dem betreffenden Song KOSTENLOS herunterladen.

Um es mit den Worten von Feine Sahne Fischfilet zu sagen:
„Eine Behörde, die Nazistrukturen aufbaut, Rassisten hofiert, nach dem Öffentlichwerden des NSU ihre Aktenvernichter glühen ließ und Antifaschistische Projekte weiterhin kriminalisiert, gehört abgeschafft. Dies ist und bleibt so!“

Brand in der Baracke (Falkensee)

Die Baracke (linker Jugendclub) in Falkensee/Brandenburg wurde offenbar Opfer eines Brand-Anschlages. Polizei spricht von „Brandstiftung“!
Sie ist komplett ausgebrannt und höchstwahrscheinlich nicht mehr nutzbar.
Eine weitere Anlaufstelle in der brandenburgischen Provinzpampa für Anti-Kommerzielles Schaffen wurde zunichte gemacht…

Wir sind sehr betroffen, denn die Baracke wurde von sehr guten Freunden von uns betrieben und wir waren gerne Gäste dort und hatten sogar in nächster Zeit noch ein Konzert dort geplant.

Unsere Wut und Trauer kennt keine Grenzen!

Edit: Aufgrund der Ereignisse und der bisherigen Sachlage rufen wir deshalb zu einer Demonstration „Baracke! Jetzt erst Recht! Alternative Jugendarbeit erhalten und schützen!“ auf.
Treffpunkt ist am Donnerstag, den 16.02.2012 um 19 Uhr vor der Baracke, Slabystraße 2 in Falkensee!

baracke-demo

Demo am 10.12. in Greifswald

In Greifswald gibt es eine neue politische Gruppe mit dem Namen DEFIANTS, die es sich zum Ziel gemacht hat Nazistrukturen in Greifswald und Umgebung aktiv entgegenzutreten und zu bekämpfen.

Am 10.12. gibt es aus diesem Grund eine antifaschistische Demo unter dem Motto: „Zieht euch warm an – Null Toleranz für Nazis! FIGHT BACK!“. Hier der Aufruf:

Die Universitäts- und Hansestadt Greifswald gilt weithin als ein Ort des kulturellen Austauschs und des harmonisch- studentischen Lebens. Linke Projekte und Initiativen prägen das Stadtbild und es gibt Möglichkeiten sich alternativ auszuleben. Damit stellt Greifswald eine der wenigen Ausnahmen zur braunen Tristesse in Mecklenburg-Vorpommern dar. Doch immer häufiger wird dieses Bild der Realität nicht gerecht.
Seit geraumer Zeit haben sich neonazistische Strukturen in und um Greifswald gefestigt und noch stärker vernetzt. So gründeten sich im Januar 2010 die „Nationalen Sozialisten Greifswald“ (NSG), die u.a. Kontakte nach Sachsen, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen pflegen. Anfänglich beschränkten sich ihre Aktionen auf Verteilen von Flyern und Schmierereien an Hauswänden, doch schon nach kurzer Zeit wurde ihr Auftreten zunehmend gewaltbereiter. Körperliche Übergriffe auf nicht rechte Menschen stiegen massiv an. Traurige Höhepunkte dieser neuen Qualität der Gewalt bildeten die Brandanschläge auf zwei alternative Wohnprojekte und der bewaffnete Überfall auf einen Jugendlichen, der anschließend auf der Intensivstation behandelt werden musste. Greifswald hat ein verdammtes Naziproblem.

Wir haben keine Lust mehr tatenlos zuzusehen. Wir haben es in Greifswald schon des Öfteren geschafft erfolgreich gegen Naziaktivitäten vorzugehen. Die Demonstration reiht sich in eine Vielzahl antifaschistischer Aktivitäten ein, unter anderem der blockierte Naziaufmarsch am 1. Mai und die erfolgreichen Störungen von NPD-Infoständen in der Stadt.

Kommt alle am 10. Dezember 2011 nach Greifswald. Lasst uns den Nazis einen unvergesslichen Tag bereiten und offensiv für linke Freiräume eintreten. Greifswald ist und bleibt antifaschistisch!

Null Toleranz für Nazis – Fight Back!

Greifswald | Südbahnhof | 10.12.2011 | 13 Uhr

Greifswald!

Freitag mit Kotzreiz und Initiative Kantholz war der Hammer! Die neuen Lieder haben gut geknallt und alle waren zufrieden.

Weiter geht’s kommenden Samstag nun in Greifswald. Zusammen mit VESPA, der Ska-“Legende“ aus Polen! Wir freuen uns.

Scheiße finden wir jedoch diese Nachricht (KLICK!): Faschos haben in der vergangenen Nacht vor dem alternativen Wohnprojekt IKUWO ein parkendes Auto angezündet und bewusst Verletzungen von Personen in Kauf genommen. Ein Beweis mehr für ihre menschenverachtende Gesinnung und ein Grund mehr, sie am 1.Mai nicht durch Greifswald laufen zu lassen! Obwohl das Verbot der Nazidemo in erster Instanz bestätigt wurde, ist zu erwarten, dass sie sich trotzdem durchklagen oder einfach eine spontane, unangemeldete Demo durchführen.
Kommt zahlreich und macht den Naziaufmarsch zum Desaster!

vespa

Keinen Fußbreit!

Leute Leute… Wir schwitzen uns grade im Proberaum einen ab, damit die neue Platte gut, ach was sag ich… damit die neue Platte genial wird! Ein paar neue Songs gibt es bereits kommenden Freitag (22.04.11) in Ribnitz-Damgarten in der KITA zu hören. Da spielen wir mit „Kotzreiz“ und „Initiative Kantholz“. Einlass ist 21 Uhr und Eintritt gegen Spende (3-5 Taler)! Kommt rum! Feiert mit uns!

Nun zu was Ernstem: Am 1.5. will die NPD unter dem Motto: „Unsere Heimat-Unsere Arbeit! Fremdarbeiterinvasion stoppen.“ Dem gilt es sich entschlossen entgegenzustellen! Aus diesem Grunde spielen wir für alle bereits anwesenden Blockiererinnen und Blockierern am 30.04. ein Konzert im Klex mit der polnischen Band „Vespa“. Kommt hin, genießt mit uns den Abend und dann stellen wir uns am nächsten Tag gemeinsam den Nazis in den Weg!

Wenn ihr nicht wisst, wo ihr pennen sollt, dann schaut einfach mal bei der Bettenbörse vorbei. Alle weiteren Infos, so wie den Aufruf und weiteren Mobistuff findet ihr hier und hier!

nazifrei

AUF NACH DRESDEN. ALLE!

Straßeninitiative gegen Nazipropaganda

Immer wieder schön solche News von „Zuhause“ zu hören. In Dorf Mecklenburg bei Wismar hat sich eine Initiative gegründet, die Nazischmierereien mit Farbe und Rolle auf die Pelle rückt.
Wunderbare Sache!

Schaut mal vorbei!

HAK retten!

hakDas „Hotel am Kalkberg“ in Bad Segeberg ist von der Räumung bedroht. Am heutigen Tag soll die Schlüsselübergabe stattfinden. Aus diesem Grunde haben sich einige Bands zusammengefunden und einen Soli-Sampler auf die Beine gestellt, um auf die Bevorstehende Räumung aufmerksam zu machen und ihren Teil zum Widerstand dagegen beizutragen. Wir sind auch mit einem Lied vertreten!
Wenn auch ihr helfen wollt, dann schaut auf hak.blogsport.de oder auf MySpace vorbei.

Den Sampler könnt ihr nachfolgend Downloaden:

http://www.mediafire.com/?999hfd7ebppzphe
http://www.mediafire.com/?5cfjwpskgsa0yxu
http://www.mediafire.com/?kfearouk72lh6wa