Archiv für April 2013

On Tour 7 – Erfurt & Neuruppin

Ach was wurden Anfangs die Pferde scheu gemacht, weil wir auf eine Hardcore-Show gebucht wurden. „Fettes Line-Up, aber AUF BEWÄHRUNG???“ – wir haben uns wie verrückt gefreut, endlich mal in erfurt vorbeischauen zu dürfen und es hat uns gar nichts ausgemacht, als Opener „verheizt“ zu werden. Ganz im Gegenteil, es war die beste Entscheidung, die getroffen werden konnte. Schön auflockernden Punkrock, bevor es dann ordentlich auf die Mütze gab, im wahrsten Sinne des Wortes. Wir haben Szenen-Applaus für unsere politischen Ansagen bekommen und manch einer fühlte sich zurückversetzt in seine alten „Punkertage“ und fing vor Freude an Twostep zu unseren Songs zu tanzen. TWOSTEP! UNGLAUBLICH!
Unglaublich auch, mit welcher Offenheit uns die anderen Bands begegnet sind. Haben wir SO nicht erwartet vielen Dank!

Am nächsten Morgen waren dann noch ein paar „last punx standing“, die mit uns aufm AJZ-Hof gechillt haben und so kam es, dass schon zur Mittagsstunde einige Mägen entleert werden mussten. Dat is Suff, dat raff ich nie!
Am örtlichen Supermarkt noch schnell mit Pfeffi eingedeckt und auf nach Neuruppin. An die Fahrt können sich dann gewisse Personen nur noch dunkel erinnern…

Angekommen im wunderbaren Mittendrin erstmal die üblichen Begrüßungsszenen mit den üblichen Verdächtigen. Immer wieder schön. Auch schön, zu hören, dass Stagetime „so gegen 1 oder 2 Uhr“ sein wird und man somit noch gut 5-6 Stunden hat, bis es losgeht. Nunja… Auch das ist irgendwie Punkrock – Warten, warten, warten. Sehr sympathisch sind die Jungs von HASENSCHEISSE, deren Weg sich mit unserem nun schon zum zweiten Mal kreuzte. (Unbedingt mal auschecken – nicht mein Ding, aber doch unterhaltsam.)
Erstaunlich, wie jung die gesamte „Crew“ in Neuruppin ist. Hat man selten und es ist doch erfreulich, zu sehen, dass es noch „Nachwuchs“ gibt, denn sonst sind wir meistens die „Küken“.

Unserer Show hat man dann doch angemerkt, dass uns die Woche und vorallem der Vorabend noch tief in den Knochen gesteckt haben. Auch die Uhrzeit war für uns „Oldies“ ziemlich unchristlich, aber Neuruppin hat Party gemacht, als gäbe es kein Morgen mehr.

Wir sehen uns kommende Woche im Wohnzimmer in Ostfriesland.

Bis dahin…

A.

Puh. Zum glück haben wir lieber Chilli gegessen!

Schmedder: „Wann is dat Bild denn entstanden?“

On Tour 6 – Dresden & Oschatz

Geil. Endlich mit dem eigenen Van unterwegs. Endlich Frühling. Die Autobahn sieht mit Sonne und Sonnenuntergang direkt weniger kacke aus. Zur Feier des neuen Vehikels hab ich ’ne CD gebrannt, die so GUT ist, dass schon nach dem ersten durchhören Proteste kamen. Maddin und mir hat sie gefallen und euch anderen sei gesagt: Ihr werdet Carly Rae Jepsen, Of Monsters And Men und Ke$ha nicht das letzte Mal gehört haben!
Angekommen an der Chemiefabrik bereits beim Ausladen die ersten vertrauten Gesichter, DAFÜR lieben wir Dresden so, auch wenn dann nach 24 Stunden wieder gut ist und wir froh sund wegzukommen. Haha!
Das komische an Dresden ist, dass wir schon vor der Show Autogramme geben sollten, für Fotos posieren mussten, als Patenonkel für die ortsansässigen Babys dienen sollten und Pose für ein Denkmal stehen mussten (was davon jetzt stimmt, liegt auf der Hand – Frauenkirche weg, wir hin!). Das Konzert in der vollgepackten Chemiefabrik war riesengeil, meine neue Gitarre leistet gute Dienste und das Essen war so gut, dass ich kurzerhand die Aftershowparty in den „Biergarten“ verlegt hab und das Catering geplündert habe.

Nach einer entspannten Nacht in der Chemie-Fabrik-eigenen Bandwohnung waren wir noch fix mit den Boys von DEEP SHINING HIGH zum Plattenshoppen und Mittagessen in der Neustadt verabredet. Schön da, aber wohnen muss ich da nicht!
Weil unser nächster Stopp Oschatz war, was nur ’ne Stunde entfernt von Dresden liegt, hatten wir massig Zeit und haben noch einen Abstecher in den Skatepark von Dresden gemacht (Bandmitglieder überspringen Bandmitglieder und so) und ein kleiner Bummel am Elbufer war auch noch drin. Elbflorenz, den Namen hast du nicht umsonst, Dresden. Schön da, aber wohnen muss ich da immernoch nicht!

Angekommen in Oschatz, wo ich den Ort höchstens von Flyern des „legendären“ Strukturwandel-Festivals mit Kassierern, Eisenpimmel und Lokalmatadore kannte, trauten wir unseren Augen kaum. Unglaublich große Location mit unglaublich großer Bühne dieses E-Werk. Da hab ich mich direkt verloren gefühlt… Da sollen wir nachher spielen und das soll nachher alles voll mit Menschen sein. Uiuiui…
Das „Drumherum“ war so gut, wie das Drumherum nur sein kann. Unglaublich nette und engagierte Leute, Schlafen im Hotelzimmer, Frühstück, Dusche – so könnte es immer sein.
Als wir als zweite Band auf der Bühne standen, waren dann schon mehr Leute da, als am Tag davor in der Chemiefabrik (was schon was heißen soll – ich schätze 300) und trotzdem war der Saal nur halbvoll. Für sowas sind wir irgendwie nicht gemacht, wiederum fällt es einem dann auch leichter seine „Show“ abzuziehen, ähnlich wie, als wenn nur 4 Leute vor einem stehen. Im Laufe des Sets wurden es auch immer mehr und immer mehr Menschen kamen dichter und wippten zumindest mit dem Fuß – scheinbar alles richtig gemacht.
Dass wir danach noch DRITTE WAHL von Bühnenrand aus (ich übrigens in bester Begleitung) gucken konnten, hat dem ganzen Wochenende noch die Krone aufgesetzt und so ging es am nächsten Morgen zufrieden, vorbei an Weinbergen, wieder nach Hause. Pathos Pathos Pathos.

A.

„Ey wer hat den Busschlüssel?“ – „Ich denk du?!“ Die beliebsteste Konversation in letzter Zeit

Einer vooler als der andere

Wir hassen diese kleinen Bühnen ey!

endlich an der Zeit, den Hebel umzulegen