Archiv für März 2013

On Tour 5 – Witzenhausen

Vorab: Ich hab den 3 Leuten einen Gefallen getan, die meinten, man könne weiß auf schwarz so schlecht lesen und hab die Seite erstmal ganz langweilig auf weiß gestellt. Mal sehen, wann ich Zeit und Muße habe, das zu ändern.

Zeit und Muße fürs „Tourtagebuch“ habe ich jetzt aber. Wir waren in Witzenhausen in Nordhessen, bei Kassel. Unser alter Freund Dicken studiert da irgendwas mit Landwirtschaft und die haben einen Studentenclub und der hat Steckdosen und viel mehr brauchen wir ja auch nicht.
Unterwegs wie immer in letzter Zeit „Schnee, Schnee, Schnee“– Wir hören erst mit der Scheiße auf, wenn die Scheiße aufhört!
Wir sind mit zwei Autos angereist, die professionellen Musiker in dem einen, der Anhang im zweiten – unser Auto war eine geschlagene Stunde vor dem zweiten Auto im beschaulichen Witzenhausen (man munkelt, unserem lieben Henner „ging es nicht so gut“ – soso). Wir wurden wunderbar herzlich in der WG empfangen, die für die nächsten 2 Tage unser Zuhause war und mehr einer Kommune glich, als alles andere. Schön!
Lecker gegessen, ab in den Club – aufbauen. Es stellt sich direkt heraus, dass die dortige Anlage nicht grade „punkrocktauglich“ ist (Hinterher hieß es vom Tonmann: „Sagt eurem Sänger mal, er soll lauter singen, sonst hört man ihn nicht!“ – Achso, dass das DEINE Aufgabe ist, mich hörbar zu machen, ist dir wohl entgangen. Aber Mama wird stolz sein, dass ich nicht mehr so brülle.). Wir haben aber das beste aus der Situation gemacht und den Soundcheck hinter uns gebracht. Dann das allwöchentliche Spiel: Zeit vertreiben und hoffen, dass Leute kommen. (Mittlerweile werd ich immer besser im „Headsoccer“ – also wenn ihr zu einem unserer Konzerte kommt, ein Smartphone mit Bluetooth und Bock auf eine kleine Challenge habt – Bring it on!).
Wir waren an diesem Abend, aufgrund Absagen diverser Bands, mal wieder der einzige Act des Tages, in einem Landstrich in dem wir noch nie waren. Doch als wir anfingen zu spielen, war der Saal gut gefüllt und ab dem 2. Song war das Publikum auf unserer Seite. So muss das sein! Spektakuläres Konzert mit dem längsten Zugabenblock seit einiger Zeit und man munkelt von Bandmitgliedern, die während der Show von anderen Bandmitgliedern gebissen wurden. Dem Publikum hat es gefallen, uns auch – was willste mehr?

Am darauffolgenden Tag dann Eis essen im Schneetreiben, Bergsteigen, Akustiksession und schon nachmittags im „Jan-Döner“ (Seid ihr mal in Witzenhausen, geht da NICHT hin!) hart machen. Nochmal: Was willste mehr?

Jetzt erstmal 13 Tägelchen Pause! Juchu! (Wir wissen gar nicht, was wir am freien Wochenende machen sollen…)

Fette Promo ey!

Wir wollen euch nicht auf unserer Show – ihr habt hier Tanzverbot!

On Tour 4 – Bielefeld, Hamburg, Mülheim, Rostock, Hameln

Oh nein, ich hab bei all‘ dem Trubel voll das „Tourtagebuch“ vernachlässigt. Also schnell aufholen:

Am 23.2. haben wir in Bielefeld aufm „Assl-Punk-Geburtstag“ gespielt. So war es da auch: Schon als wir ankamen, wussten wir nicht, ob die Leute im Backstage zu irgendwelchen Bands gehören oder einfach nur so das Bandbier saufen. Das gleiche galt für das verprochene, jedoch nicht vorhandene Catering und die Running-Order: Das Konzert musste 1.30Uhr vorbei sein, wir waren 00.30Uhr auf der Bühne und nach uns dann noch eine Band. Unfassbar – DAS ist Punkrock. Hat aber dann alles doch erstaunlich gut geklappt und die Leute haben sich echt Mühe gegeben, trotz aller Widrigkeiten das Konzert durchzuziehen. Also Hut ab!

Weiter ging es am 09. März im legendären Skorbut in Hamburg. Darauf hatten wir uns seit Wochen gefreut und sind extra früh aufgestanden, um noch durch Hamburg zu dallern und bisschen „Kiez-Kultur“ mitzunehmen. Das konnte uns selbst der anhaltende Schneefall nicht verderben – Millerntorstadion, Musikladen, Rotlichtviertel – check!
Im Skorbut dann die sympathischsten Leute aus ganz Hamburg anwesend, super Essen, super Sound, super Gastfreundschaft. Wir waren das erste Mal musikalisch in Hamburg unterwegs und hatten schon Angst, ob überhaupt jemand kommt (im Gängviertel haben diese elendigen Ugly-Punx GLOOMSTER obendrein noch eine Gegenveranstaltung gespielt), aber auf unsere Hamburger FreundInnen ist Verlass und so wurde es ein Spitzenkonzertabend. Dieser konnte nichtmal durch eine Doppelbuchung in unserem Hostel und stundenlange Suche im verschneiten HH nach einer Ausweichmöglichkeit getrübt werden. Danke nochmal an Alex und die gesamte Crew für Alles. Wir kommen wieder, keine Frage!

Nächster Stopp war das AZ Mülheim. ebenfalls so ein Punkt auf der Liste „Da müssen wir mal gespielt haben!“ – auf dem Hinweg wieder im Musikladen versackt (Was ist nur los mit uns? Interessieren wir uns plötzlich für Musik?) und im AZ angekommen, wurden wir von etlichen bekannten Gesichtern begrüßt – das Konzert wurde nämlich von der wunderbaren „LOVE MUSIC -HATE RAC“-Crew veranstaltet, die nun auch ein „Chapter“ in NRW haben. Das konnte nur gut werden. Das AZ ist auf jeden Fall eine wunderbare Location, mit Skatehalle und allem Pipapo. Wieder gleiches Spiel wie in Hamburg, wir haben uns wieder eingeschissen, ob überhaupt jemand vor der Bühne steht – immerhin waren wir als letzte Band von gefühlten 1000 erst um 1 an der Reihe und es war tatsächlich noch ein guter Schwung Leute am Start, die auch zu später Stunde noch gut im Stoff standen.
Nach dem Konzert sind wir dann noch gepflegt im Panic Room Essen abgestürzt, wo an dem Abend unsere Freunde von KOTZREIZ zusammen mit den RADIO DEAD ONES gespielt haben und dann ab nach Hause!

Nächster Halt Rooooostock: Letzter Meck-Pomm-Termin für eine lange Zeit, so haben wir es zumindest geplant (wir müssen den Leuten ja langsam zum Hals raushängen!). Die RIOT IN MY HEART Crew hatte zum Warm-Up für ihr wunderbares Festival geladen. Mit uns zusammen waren FED UP! und WAVING THE GUNS am Start. 110 Leute hatten den Weg ins Peter-Weiss-Haus gefunden, wir sollten eigentlich als letztes spielen, doch die Eltern der Boys von WTG waren noch nicht am Start und die wollten unbedingt sehen, was ihre Sprösslinge so machen – da lassen wir uns ja nicht lumpen und tauschen kurzerhand die Plätze mit der neuen Zeckenrap-Hoffnung aus MV. Schönes Konzert, wenn auch etwas verhalten, da am nächsten Tag Demo in Güstrow war und die Leute vor der Bühne zurecht einen Gang zurückgeschaltet haben. Trotzdem war es toll nach fast 2 Jahren mal wieder in Rostock zu sein, vorallem in einer so wunderbaren Location wie dem PWH mit echt spitzen VeranstalterInnen. Geht auf jeden Fall zum „richtigen“ festival im Mai! (Infos im Link oben)

Letzte Station in diesem Bericht war dann Hameln. Der Freiraum „Walke“ existiert da seit ein paar Jahren und die Leute engagieren sich da echt unfassbar doll. Wir haben quasi eine eigene Wohnung mit Bad und Badewanne gestellt bekommen, lecker Essen und eine Betreuung von A-Z. Danke dafür!
Es wurde extra für uns Pfeffi nach Hameln rangekarrt und uns wurde eröffnet, dass unser Song „Pfeffi muss mit“ auf KEINEM Festival fehlen darf. Soso… Das grüne Getränk floß dann auch in Strömen und die anwesende Meute hatte sichtlich ihren Spaß. Wir haben musikalisch eins der besten Bretter der letzten Wochen abgeliefert und wären Schmedder nicht dauernd seine sticks gebrochen (just music – NA WARTE!) würde ich fast von „perfekt“ sprechen. Haha!
Wie wir den Abend dann ausklingen lassen haben, seht ihr in folgendem Video. Wir lesen uns in den kommenden Wochen hoffentlich wieder öfter.

Vielen Dank, euer Frank aka. Archi A.
(Sorry, hab eine neue Tastatur, die nervt!)

Besagte Bielefelder Running-Order

Bisschen vorm Skorbut rumposen

Bisschen IM Skorbut rumposen

Saustarke Flyer im AZ Mülheim

Wunderbare Kullisse im gut gefühlten Peter-Weiss-Haus

…und hoffentlich noch 1000 mehr! Geiler Laden!

Unser neues Video

Lange haben wir dran gewerkelt, viel Kraft und Zeit hineingesteckt und nun ist es da – das Video zu „Klau dir dein Leben zurück!“. Wir danken Marten für die filmische Umsetzung und Henner für das großartige schauspielerische Engagement.

Viel Spaß damit!